KW 11: Fashionblogs als kostenlose Werbefläche

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“Wenn man eine ganzseitige Anzeige in der Vogue schalten will ist man schon gern mal mit, na, zwanzig bis dreißigtausend Euro dabei – wenn man einen Blog für sich begeistern kann kostet’s vielleicht ein paar…Klamotten?” Ein lachen. Klar, so ist das eben. Aber sie findet es “schon wichtig, dass ein Blog auch eine eigene Meinung hat”. Hier ist meine eigene Meinung.

Bis heute bin ich immer davon ausgegangen, dass die Leute es nicht besser wissen. Dass das Medium “Blog” noch recht jung ist und viele Agenturen noch immer nicht richtig damit umgehen können. Bei diesem Satz aber (gesehen in einem Video zur Fashionweek), mit dem triumphierenden kichern hinterher, klappt es mir die Kinnlade runter. Und ich dachte eigentlich, mich kann gar nichts mehr schocken. Ich spule noch mal zurück, vielleicht habe ich mich verhört. Ganz offensichtlich freut sich die Geschäftsführerin der PR-Agentur tierisch darüber, dass man Blogger mit Klamotten bezahlen kann. Scheint ein gutes Geschäft zu sein, diese Bloggerwelt. Da triumphieren natürlich beide Seiten: Der Blogger kann seinen Vermieter fragen, ob er diesen Monat mit ein paar Schuhen bezahlen kann und die Agentur hat ein bisschen Werbung geschaltet. Ein perfekter Deal.

Nachdem sich meine whatthefuck-Miene langsam wieder festigt überlege ich, was ich nun dazu sagen soll. Ich möchte so gern etwas sagen, vielleicht auch in der Hoffnun,g dass sich in Zukunft etwas ändert.

Ich weiß, ich weiß, nach außen hin sieht so ein Blog nach ein bisschen Spaß nebenher aus. Ab und zu schick machen, ein paar Fotos knipsen, vielleicht mal eine Collage erstellen – fertig ist das Ding. Genau dieses Thema hat schon oft für Diskussionen gesorgt, ich möchte sie eigentlich nur ungern wieder aufrollen. Ich würde mir wünschen, dass vor allem ihr Leser uns glaubt, wenn wir sagen, dass das hier ein Fulltime-Job ist. Wer einen Blog führt mit wöchentlich zwischen 5 und 7 Posts weiß, wovon ich rede. Unser Wissen über Design, Layout, all dem WordPress-Kram und Suchmaschinenoptimierung haben wir uns selbst über die Jahre angeeignet. Wir recherchieren, suchen, photoshoppen, fotografieren, beantworten täglich unzählige E-mails, suchen uns Sonntags für die nächste Woche Fotografen, fliegen in andere Städte, machen unsere Steuer, drehen und schneiden Videos, verlosen und verschicken, beantworten eure Fragen, füllen täglich alle sozialen Netzwerke. Nebenher sind die meisten von uns noch Studenten wie ich und haben zusätzlich Werkstudentenjobs. Wenn ich drei Tage unterwegs bin arbeite ich vorher bis in die Nacht, um Posts für die kommenden Tage vorzubereiten. Jeden Morgen überlegen wir uns aufs neue was wir euch übermorgen erzählen können – und das schönste an alle dem: Es macht Spaß. Doch selbst wenn dir deine Arbeit Freude bereitet möchtest du für das, was du tust, ernst genommen werden.

Natürlich sind wir keine Vogue. Natürlich sind wir keine Journalisten. Wir wollen keine zwanzigtausend Euro – aber vielleicht ein bisschen was. Versteht mich nicht falsch – ich poste natürlich auch unvergütet Kleidung die mir zugeschickt wird. Für kleine Labels, eben die, die Unterstützung brauchen und verdient haben, macht man das sehr gern. Sobald aber große Onlineshops oder Agenturen auf mich zukommen möchte ich schon etwas dafür sehen – und ab heute weiß ich auch ganz genau warum. Es ist nicht Unwissenheit, es ist schlichtweg die “mit den Bloggern kann man es ja machen”-Einstellung.
Das schlimmste aber ist, – und das geht nun raus an alle Blogger dieser Welt – dass viele einfach mitmachen. Auch hier gibt es wieder Ausnahmen: Wenn ich einen Blog neu starte, hobbymäßig nebenher für meine Leser schreibe sind Geschenke in Form von Kleidung natürlich etwas schönes. Wer von uns hat das Anfangs nicht gemacht? Es ist absolut keine Schande, sich auch mal mit Kleidung bezahlen zu lassen. Sobald du aber wirklich Arbeit in deine Seite steckst, sobald du merkst dass dein Blog viele Menschen erreicht und die angepriesenen Labels offensichtlich davon profitieren, kannst und sollst du auch Geld für deine Arbeit verlangen. Selbst wenn du dir in dem Moment denkst du möchtest dieses eine Teil unbedingt besitzen, egal ob du bezahlt wirst oder nicht – denk noch einmal drüber nach. So hat die ganze Misere nämlich erst angefangen: Wieso sollte eine Label Blogger XY bezahlen, wenn Blogger Z, U und V es doch for free machen? Hier müssen wir uns auch mal an die eigene Nase fassen: Nein sagen, wenn ganz offensichtlich “kein Budget für solch eine Kooperation eingeplant wurde”. Wenn kein Geld für Werbung da ist, verweisen die Agenturen auf uns Blogger. Bringt viel und kostet nichts. Es geht übrigens auch noch frecher: Wie oft habe ich schon Angebote von Agenturen erhalten, doch mal im Showroom vorbeizusehen, man dürfe sich auch gerne ein paar Teile zum fotografieren mit nach Hause nehmen, aber bitte wieder zurückgeben. Agentur 1, Blogger 0. Und dann wird laut in die Kamera gelacht aus Freunde über die Dummheit der Blogger.

Aber – und das möchte ich deutlich betonen: Man darf nicht alle über einen Kamm scheren. Viele Anfragen die ich in Bezug auf Klamotten-Sponsoring erhalte sind aufgeschlossen und verstehen meinen Standpunkt. Oft entschuldigen sich Agenturen und Labels sogar sofort – das sind eben die, die es tatsächlich nicht besser wussten. Und dann kommt doch eine Kooperation zustande mit der beide Parteien zufrieden sind. Es gibt natürlich auch Agenturen, die tolle Events organisieren, uns Labels mit direktem Kontakt vorstellen, die sich kümmern, aufmerksam sind und das was wir tun ehrlich wertschätzen. Danke dafür!

Fazit: Die meisten von euch sind viel mehr Wert, als das Rundherum euch weiß machen möchte. Sagt auch mal “Nein”, selbst wenn das Modemädchen-Herz kurz blutet. Werdet aber nicht gleich unfreundlich, erklärt warum und wieso ihr eine solche Kooperation nicht eingehen könnt.

Das Wichtigste aber kommt zum Schluss: Danke an all die vielen Leser da draußen, die sich mein gequatsche anhören und das was ich tue ohne wenn und aber anerkennen und vor allem wertschätzen. Nehmt mir diesen Post bitte nicht übel – ohne euch wäre ich nicht hier, wo ich jetzt bin. Ohne euch hätte ich niemals sagen können, dass meine Arbeit tatsächlich etwas wert ist. So, jetzt werde ich emotional. Danke!

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97 comments

  1. Ein herrlich ironischer Post, der leider viel zu wahr ist. Aber “gut” zu wissen, dass das auch mit großen Bloggern wie euch versucht wird. Ich meine, mir ist natürlich klar dass ich nicht annähernd das Honorar verlangen kann wie ihr, aber wenn ein Shop von mir ausführlich vorgestellt werden will, plus Dauerverlinkung in der Sidebar, und mir dann popelige 20% Rabatt auf ein Produkt geben will, das ich anderswo mit Studentenrabatt sowieso für den Preis bekomme, dann muss ich mich schon fragen, ob man mich eigentlich verarschen will. Dann doch lieber gleich ein ganzes Nein zur Kooperation – aber mir etwas zu “geben”, das die Firma effektiv nichts kostet (der Einkaufspreis ist ja noch niedriger als der, den ich nachher immernoch draufzahle) – das ist schon frech. Es ist wichtig, dass man solche Fälle erkennt und sich nicht darauf einlässt, denn wie du sagst: Man kann’s nur mit denen machen, die es mit sich machen lassen.
    Liebe Grüße

  2. also 1.: auf dem foto siehst du wirklich richtig, richtig gut aus!!!
    und 2.: ich finde du hast absolut recht. wie oft hat man schon in einem onlineshop nachgeschaut oder eine marke im internet gesucht, nur weil sie auf einem blog von jemand sympathischem vorgestellt wurde. es ist gerade das, dass blogger nicht die unnormal teuren klamotten vorstellen, wie z.b. in der vogue. da blättert man mal durch, siehte in paar schuhe für 999€… und dann schlägt man die zeitschrift wieder zu. ein blog ist meistens viel persönlicher. man hat häufig das gefühl, die beste freundin würde einem tipps geben. was soll man dir an diesen post übel nehmen ;)

  3. Ein wirklich wundervoller Post. Ich kann deinen Frust total nachvollziehen, grade wenn man so eine Aussage mit einem Kichern in einem Interview hört. Da würden bei mir wohl auch alle möglichen Alarmglocken läuten.
    Es ist unverschämt von vielen und ich teile deine Auffassung das man da auch Nein sagen sollte. Ich finde aber auch gut, dass du eben auch die anderen auflistest. Die, die so etwas eben nicht machen, die entgegen kommen.

    Liebe Grüße,
    Angi

  4. Das Foto oben ist so super und passt einfach perfekt zum Text und hat mich sofort dazu gebracht alles stehen und liegen zu lassen und mir deinen Post durchzulesen! Die Bilder unten sind auch richtig gut! Ich finde deinen Post sehr gut geschrieben und ich sehe das ganze genauso wie du. Viel zu oft rege ich mich darüber auf. Ich habe schon zu ganz vielen Nein gesagt. Man kommt sich doch wirklich verarscht vor, wenn man jeden Tag mehrere Emails bekommt, wo man einfach merkt, dass die Unternehmen die Arbeit von Bloggern nicht wertschätzen und überhaupt nicht erkennen. Ich hoffe, dass sich die Unternehmen im Bezug darauf bessern werden und dass viel mehr Blogger auch mal nein sagen. Ich hab es auch schon oft getan und bin glücklich, wenn ich mich auch mal traue nein zu sagen und zu erklären, wieso ich das nicht in Ordnung finde.

  5. Sehr, sehr gut geschrieben und ich find es super, dass du so ehrlich bist!
    Hoffentlich lesen viele Firmen diesen Text und denken mal ein wenig nach.

    Ich hab in letzter Zeit auch so viele freche Anfragen bekommen. Früher hab ich nie reagiert, aber seit ein paar Monaten schreib ich denen auch einfach zurück, was ich davon halte und dass die sich mal ein wenig überlegen sollten, wofür die ihr Budget wie einsetzen… Entweder kommt keine Antwort, aber manchmal kamen wirklich positive Antworten und die haben sich auf meine Angebote eingelassen und sich “belehren” lassen!

    Danke, dass du das Ganze noch einmal öffentlich schreibst und damit vielen die Augen öffnest! Hab noch einen schönen Sonntag!
    Liebe Grüße
    Anna

  6. Schön, dass das mal jemand sagt und du vor allem auch einen großen Blog hast, der viele ansprict.
    Vielleicht erkennen manche Blogger dann mal, was es uns als Bloggerwelt “kostet”, wenn sie als Werbeplattform alles annehmen, was über einen Euro kostet…

  7. SIGN! Ich hoffe besagte PR Chefin ließt diesen Beitrag, bei dem mir als ich ihn gestern geschaut habe dezent das Gesicht entglitten ist. Unglaublich….

  8. Huhu, finde ich toll, dass du das so offen ansprichst. Viele Blogger schreiben einfach gerne für Ware und ohne Bezahlung mit Geld, weil sie glauben, dass das dann keine Arbeit ist und man steuerlich nicht herangezogen wird. Oder oft ist es der Anfang, bis man merkt, dass man vielleicht auch vom Bloggen leben kann. Ich gebe dir voll und ganz Recht, dass Blogger durchaus ablehnen sollen und sogar müssen, wenn ihre Arbeit als selbstverständlich betrachtet wird. Ich frage mich nur, welche Blogger es sein werden, die Gratisprodukten widerstehen, weil sie keine Bezahlung bekommen. Es ist doch so cool, mal eben schnell ein Blog aufzumachen, wo es doch soviel “umsonst” gibt. Leider gibt es die Unternehmen, die noch nicht verstanden haben, was Blogqualität ausmacht. Dann nämlich würden sie Netzwerkler und Schlechtblogger weder mit Geld, noch mit Gratisprodukten in Anspruch nehmen. Solange es solche Firmen und “Cool-gibt-was-umsonst-Blogger” gibt, wird es leider für die besseren Blogger überwiegend so bleiben, mit Pumps und Tank-Top die Miete zu zahlen zu versuchen. LG, Steffi

    • Also ich kann nur von mir sprechen, aber letztes Jahr wurde ich von einer Agentur angeschrieben, die mir ein ghd schicken wollte. Natürlich hätte es mich wahnsinnig interessiert, aber sie hatten so viele Forderungen, dass ich ihnen ein Angebot zukommen ließ. Natürlich sagten sie mit der Begründung “andere machen es kostenlos” ab. Im ersten Moment ärgerte ich mich logischerweise über die verpasste “Chance”, denn welche Frau hätte nicht gerne ein Luxus-Glätteisen Zuhause? Allerdings muss man auch zu seiner Meinung stehen und ja, ich hätte mich definitiv ausgenutzt gefühlt, wenn ich die Kooperation eingegangen wäre. Mein altes Remington leistet auch gute Dienste und bereitet mir keine Bauchschmerzen.

      Natürlich sage ich nicht damit, dass man für alles Geld nehmen muss oder sollte, aber man merkt schon ganz gut, welche Agenturen oder Firmen nur drauf aus sind Blogger ausnutzen. Ich sage meine Meinung dann ganz klar und hoffe einfach, dass meine Worte nachhaltig etwas bringen und solche “Kooperationspartner” uns irgendwann ernst nehmen.

    • “Leider gibt es die Unternehmen, die noch nicht verstanden haben, was Blogqualität ausmacht.”

      Für mich macht Blogqualität aus: Keine bezahlten Postings. Ich rede nicht von Werbeflächen oder Werbelinks in der Sidebar – aber ein Blogger, der dafür bezahlt wird, Shops oder Produkte vorzustellen, verliert für mich seine Glaubwürdigkeit. Da kann ich dann auch gleich die Firmenhomepage lesen ;)

      Ich lese Blogs gern, weil sie unabhängig sind, und genau das geht leider verloren, wenn der Blogger bezahlt wird.

      • Mir ist das zum Beispiel aber nicht möglich. Klar, wenn du zwei bis drei mal die Woche postest – warum nicht. Wenn du aber 5 Tage die Woche an deinem Blog werkelst geht es nunmal einfach nicht.

        • Wer schreibt dir vor, 5Tage die Woche zu posten? Ich kenne (=lese) genug erfolgreiche Blogger (international), die nicht 5 Tage die Woche bloggen.
          Quantität/Qualität/Werbung/Authentizität …

          Ich verdiene mein Geld lieber woanders. :-)

          liebe Grüße, Paula

          • Liebe Paula,

            natürlich schreibt mir das niemand vor. Ich verstehe nicht ganz, warum du glaubst ich würde mich darüber beschweren – klar habe ich mir das selbst ausgesucht. Aber ja, ich bekomme auch sehr viel Zuspruch dafür, wie toll es ist dass ich in letzter zeit so viel poste.
            Zu Qualität/Quantität: Findest du, dass mein Blog dadurch an Qualität verloren hat? Wenn ja finde ich das natürlich schade, weil ich mir wirklich immer und überall sehr viel Mühe gebe. Die Sache mit der Werbung beantworte ich gleich in die Frage darüber, obacht..

            Liebe Grüße,

            Angela

            // EDIT: Nicht die Frage darüber.. verdammt, Kommentar-Salat. Es ist meine Antwort auf die Frage von LINA, 8 Komemtare unter diesem hier!

  9. Als ich gestern deinen Tweet zu diesem Thema gelesen hab, war ich echt schon ziemlich enttäuscht. Wie frech manche Leute doch so sein können, ist wirklich traurig! Ich kenne das selbst von meinem Blog, wie selten ich poste, weil es eben viel Arbeit macht, aber wenigstens werd ich nicht noch schamlos von Firmen ausgenutzt! Ich finde es sehr gut, dass du diesen Artikel geschrieben hast, und hoffe wirklich, dass sich da irgendwas verändert. Du, und auch Caro, Linda, Masha und Jana, ihr steckt alle so viel Arbeit in eure Blogs, ihr hättet es wirklich verdient dafür auch anständig unterstützt bzw. bezahlt zu werden, wenn ihr diese Arbeit in bestimmte Firmen steckt. Ich hoffe, und drücke die Daumen, dass sich das insgesamt für Blogger verbessert.
    Lenu

  10. Sehr guter Beitrag! Ich kann das zwar weniger beurteilen, aber was man teilweise so von den größerem Bloggern wie dir hört, ist das teilweise schon echt heftig, was da mit euch abgezogen wird…

  11. Du wirst mit jedem Post mehr meine Lieblingsbloggerin <3
    Finde deine Einstellung dazu echt toll & auch so als Mensch bist du mir total sympathisch und awww. hört sich so crazy an dabei kenne ich dich ja nicht mal persönlich haha :D aber ich glaube wir würden uns gut verstehen! <3

    Ganz viel Liebe und Gelassenheit an dich :)
    Jasmin von http://nimsajx.blogspot.de/ (hobby blog) :D

  12. Hallo!

    Ich bin auch nur Blog-Leserin und kann mir wahrscheinlich gar nicht ausmalen, wie viel Arbeit dahinter steckt – und die soll natürlich belohnt werden!

    Allerdings verstehe ich die Problematik nicht so ganz.

    Ich meine, die Firmen, die du bzw. ihr kritisiert, zwingen euch doch nicht dazu, was über ihre aktuellen Kollektionen o. ä. zu posten.
    Sie machen ein Angebot – wer mag, kann drauf eingehen; wer nicht, der eben nicht.
    Die testen natürlich erst mal aus, wie weit sie gehen können – wirtschaftlich gesehen wären sie ja doof, wenn sie’s nicht täten. Aber man kann doch einfach ablehnen, oder?
    Es liegt in der Hand eines jeden Bloggers selbst, ob er sich ausnutzen lässt oder nicht.

    Bitte nicht falsch verstehen.

    Ganz liebe Grüße.

    • Ganz deiner Meinung.
      Sorry aber ich bin echt baff was sich hier alle vom Bloggen versprechen.
      Habt ihr ach so tollen Blogger vielleicht vergessen wozu Blogs ursprünglich einmal ins Leben gerufen wurden? Sicher nicht um damit Profit zu machen. Vergesst doch bitte nicht, dass ihr da freiwillig macht. Die Unternehmen machen euch lediglich ein Angebot. Das muss keiner annehmen. Heute wollen Blogger als Journalisten gesehen werden und morgen wollen sie für Schleichwerbung bezahlt werden. Ja was denn nun? Eure Klicks die ihr hier erzielt sind nicht so wertvoll wie ihr das gerne hättet. Und wenn euer “Hobby” euch zu zeitintensiv wird, oder ihr eure Miete davon nicht zahlen könnt,dann lasst es sein und geht arbeiten.
      Ein Blog sollte unabhängig sein. Keiner will eine Produktbewertung lesen, die vorher vom Unternehmen “erkauft” wurde.

      • Liebe Lina,

        nein, natürlich habe auch ich nicht vergessen warum ICH meinen Blog vor 5 Jahren ins Leben gerufen habe und auch ich habe niemals erwartet dass ich damit Profit machen kann. Ich habe meinen Blog angefangen, weil ich mich irgendwo auskotzen – und ja – auch selbst darstellen wollte.
        Ich möchte außerdem nicht, dass mich jemand als Journalist sieht – das bin ich nämlich absolut nicht. Auch, dass ich nicht jedes Angebot annehmen muss ist mir durchaus bewusst, und achtung, jetzt kommts: Das tue ich auch nicht. Ich lehne Täglich mehrere Angebote ab – warum? Weil ich nur das Posten möchte, was mir tatsächlich gefällt. Auch, wenn es mal ein sehr gutes Angebot ist – was bringt mir die Jeans, die mir einfach nicht gefällt? Ich würde niemals, niemals über etwas positiv berichten bzw. überhaupt berichten was mir nicht gefällt. Wenn mir eine Agentur etwas zum testen zuschickt, wird es getestet. Und wenn’s scheisse ist ist es scheisse. Du wirst hier also sicherlich niemals eine Produktbewertung lesen, die irgendwie erkauft wurde.
        “Schleichwerbung” finde ich auch das falsche Wort. Es gibt tatsächlich Unternehmen, die möchten, dass man bezahlte Links nicht markiert – auch davon bin ich weg. Wenn mir jemand einen Link zahlt, schreibe ich am Ende des Posts ein “In Zusammenarbeit mit …” dazu. Ich habe schon einige Kooperationen auch deswegen wieder fallen gelassen.f

        Bei bezahlten Links geht es übrigens nicht nur um die Klicks, sondern auch um die Tatsache dass ein gesetzter Link die verlinkte Seite “hochstuft” (falls ich eine Seite verlinke die einen niedrigeren google Rank hat als ich). Außerdem darf man nicht vergessen, dass so ein Link ewig bzw. meistens über ein Jahr lang auf meiner Seite verweilt. “In diesem Jahr wird mein Blog immer schtbarer, was für google heißt: Meine Links werden sichtbarer”. Einen guten Artikel dazu findest du hier: http://www.robertbasic.de/2014/04/link-geschaefte-warum-blogger-nicht-besonders-helle-sind/.
        All das sind Dinge, die jemandem, der einen Link kauft sehr wohl bewusst sind – und leider wird darauf spekuliert, dass diese Ahnung nicht alle haben. Und DAS ist der Punkt, den ich in diesem Artikel meine.

        Ich liebe meinen Blog, und es gibt für mich nichts schöneres, als dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte. Mich persönlich macht es immer wieder traurig, dass es Leute gibt, die sich nicht mit mir freuen können. Mir ist das hier nicht zu Zeitintensiv. Ich beschwere mich auch nicht. Ich wollte mit diesem Artikel lediglich ein Bewusstsein – vor allem für Agenturen – schaffen.

        Ich hoffe ich konnte dich/euch und deine/eure Meinung ein bisschen umstimmen, weil ich es – wie gesagt – schade finde, dass es Leser gibt, die so von mir und meinem Blog denken.

        Liebe Grüße,

        Angela

  13. Ich bin durch einen Tweet von Mirela auf Deinen Post aufmerksam geworden und nun neuer Leser Deines Blogs.

    Ich habe in letzter Zeit wirklich oft Postings zu diesem Thema gelesen und ich kann Euch allen dazu nur Recht geben. Ich bin selbst bisher wenig angeschrieben worden, hauptsächlich ging es darum, daß ich Postings auf größeren Plattformen veröffentlichen sollte, was ich bisher immer abgelehnt habe. Bei mir ist es vor allem ein Zeitproblem, ich kann meinen eigenen Blog schon nicht so betreiben wie ich es gerne tun würde.

    Ich denke daß ein großes Problem bei dieser Thematik ist, daß man als Blogger, der eigentlich im realen Leben etwas ganz anderes arbeitet, einfach auch nicht weiß was man für seine Arbeit verlangen kann. Man hat keine Erfahrungen mit Jouranlismus, schreibt und fotographiert auch nicht für Zeitungen und hat seine Text- und Fotoarbeit noch nie in Rechnung gestellt. Was soll man also verlangen? Was ist so ein Posting wert? Was ist die Arbeit, die dahinter steht eigentlich wert? Zählt die Zeit oder die Kreativität? Wie gesagt, ich habe bisher wenig solcher Kooperationen angeboten bekommen und habe bisher keine mitgemacht. Dennoch gebe ich ehrlich zu, daß ich auch nicht wüßte was meine Arbeit, in Anbetracht meiner Reichweite und täglichen Klicks, an dieser Stelle überhaupt wert wäre.

    Viele Grüße!

  14. Ich habe den Beitrag auch gesehen und dachte “Whaat?”. Richtig toll sind auch die Shops, die mir Prozente auf ihre Sachen anbieten… Ich finde Deinen Appell gut, dass wir uns als Blog-Einheit stark machen und öfter NEIN sagen müssen.

  15. Toll geschrieben! Du sprichst vielen Bloggern aus der Seele.
    Habe dummerweise letzte Woche für ein Videotutorial zugesagt, weil ich das so gerne mache habe ich euphorisch zugesagt und erst später wurde mir bewusst, was ich an Arbeit reinstecke und was sie zahlen müssten, wenn das eine Agentur abfilmen würde. Ich sehe das genau so wie du, aber natürlich mache ich auch Sachen gerne umsonst – aber eine gewisse Wertschätzung unserer Arbeit wäre wirklich wünschenswert (auch in Form eines Entgelts). Ich hoffe mehr Blogger würden sich nicht von PRSamples verblenden lassen und dass sich bald was tut.

  16. Vielleicht stößt mein Kommentar hier auf eine Hasswelle, die mir dafür mit ein bisschen Anlauf mit dem Zara Goldkreuzring in die Fresse haut. Aber ich wäre nicht ich, wenn mir das nicht vollkommen wurst wäre.

    Ich gebe dir vollkommen recht. Die Firmen riechen gute Geschäfte, ziehen den Reißverschluss des Schafspelzes bis unter die Nase und von Gewissenhaftigkeit haben die wenigsten gehört. Ich frage mich, ob die ihre eigenen Kinder auch so dermaßen verarschen würden, wie sie es mit manchem naiven Bloggerkind tun. Es gibt so viele, die sich über alle Maße geehrt fühlen, ja fast schon wie ein Auserwählter, fleißig den halben Tag an einem hübschen Post für den Blog schreibt, ordentlich Werbung reinpackt, sich Mühe mit der Kamera gibt und dazu vielleicht noch nen Kuchen mit Wimpelkettchen backt. Und wer lacht sich ins Swarovskistein besetzte Fäustchen? Richtig.
    Ich glaube, dass viele Hemmungen haben da mal auf die Kacke zu hauen und zu sagen, was Sache ist. Weil sie Angst haben, dass die Firma schlecht von ihnen denken und die Zusammenarbeit beenden, das Angebot zurückziehen könnte? Wer weiß.
    Was ich aber ganz klar sagen muss ist, dass die meisten Blogger/innen auch selbst Schuld sind, so ausgewrungen zu werden. Die Firmen haben schon lange verstanden, dass man nicht viel Anlauf braucht um auf den Zug aufzuspringen. Es gibt weiß Gott genug junge, naive Blogger, die den Firmen wie hungernde Straßenhunde hinterherkriechen und warten, bis da mal ein Stückchen vom Steak auf den Boden fällt. Biete Jemandem als große, bekannte Modefirma eine “Kooperation” an und du wirst sehen wie schnell sich die Leute zu Boden werfen und um ein paar abgeranste Klamotten abzukriegen. Das macht sich eben toll. Man fühlt sich damit so exklusiv und ganz besonders. Nicht zuletzt, weil’s sich nicht jeder leisten kann und man es einfach so geschenkt bekommt.
    Für die Firmen ist das ein absoluter Witz. Arbeiten die Kinder in Bangladesh eben einen Tag länger um ein paar Bloggerkooperationsklamotten zusammenzuschustern. Who cares, wenn man damit zahlreiche Leser anlocken kann, die einem Honig ins Gesicht schmieren und mit Komplimenten überhäufen. Die Firmen freuts. Und wenn man dann das Glück hat den Highheel im Heuhaufen zu finden und dieser sich mit ein paar Klamotten und vielleicht noch ein bisschen Kleingeld abspeisen lässt – umso besser! Denn: Je mehr Aufmerksamkeit, desto mehr Leser, desto mehr mögliche Konsumenten, desto mehr Werbung, desto mehr Profit, . . .
    Ich möchte hier Niemandem auf die Füße treten und kann echt nicht nach jedem Satz sagen “Ja, aber da gibt es bestimmt auch noch die Guten neben den Bösewichten.”, also soll bitte keiner auf die Idee kommen ich werfe hier direkt die gesamte Bloggerwelt in eine Kloschüssel.
    Ich kenne leider wenige Blogs, die sich nicht ausschließlich um Mode drehen. Ich kann es ehrlich gesagt nicht mehr sehen, diese oberflächliche Welt in der sich alles ums Sehen und Gesehen werden, Kooperationen, Geld, Profit und Anerkennung dreht. Das ist mir einfach zu unheimlich. Ich habe schon viele Blogger ihr Gesicht verlieren sehen. Aus wirklich schönen Blogs die den Charakter des Menschen widerspiegelten wurden konsumbesessene Fashionplattformen, auf denen man sich vor lauter Nagellack- und Einkauftütenfotos kaum mehr retten konnte. Ich schüttle den Kopf und schmeiß die Blogs aus der Liste. Mehr kann ich da nicht machen.
    Wer gerne welche Blogs liest und worüber bloggt, das will ich garkeinem vorschreiben. Die vollkommene Verblendung gegenüber unausweichlichen Tatsachen kann man wohl kaum mehr aufhalten. Aber dass sich mancheine Firma darauf spezialisiert hat kleine Bloggermädchen zu veräppeln kann man doch recht gut nachvollziehen, wirft man einmal einen Blick in diese Welt, von der die Goldglasur an mancher Ecke abblättert.

    Einen schönen, entspannten Sonntag!
    - Ich

    • Ein wahnsinnig toller und ehrlicher Post mit einem unheimlich tollen Aufmacherbild von dir, auf dem du unglaublich hübsch drauf aussiehst. Ich liebe übrigens auch dein neues Blogdesign! Sätze wie “Leider haben wir für diese Kooperation kein Budget” kenne ich auch nur zu gut und macht mich wütend, weil ich weiß, dass solche Firmen ihre Praktikanten die Arbeit machen lassen die Blogger ranzuschaffen, damit die umsonst den “Job” machen und die Agentur steckt sich 100% des Budgets ein. Bin gespannt, wie sich diese Welt in den nächsten Monaten noch ändert.
      Will gar nicht wissen wie sich die Agenturen untereinander die Augen auskratzen, denn an jeder Ecke ploppt ja auf einmal die neue Agentur XY aus dem Boden, die auf den Bloggerzug aufspringen möchte.

      Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag!
      Liebste Grüße aus Münster, Joana

  17. Mir ist bewusst, dass billige Blogger mit großer Reichweite Preise kaputt machen, aber es gibt aus wirtschaftlicher Sicht kein Gesetz, dass Blogger mit ihrer Arbeit einen Fulltime Job ersetzen können.
    Für jeden Blogger ist das freiberufliche Arbeiten ein Traum, es zwingt aber die tausenden Konkurrenten (das sind wir nämlich, wenn wir um PR Angebote und Entlohnungen feilschen) nicht, ihre Preise anzuziehen um dieses Geschäftsmodell zu retten.

  18. Mir ist bewusst, dass billige Blogger mit großer Reichweite Preise kaputt machen, aber es gibt aus wirtschaftlicher Sicht kein Gesetz, dass Blogger mit ihrer Arbeit einen Fulltime Job ersetzen können.
    Für jeden Blogger ist das freiberufliche Arbeiten ein Traum, es zwingt aber die tausenden Konkurrenten (das sind wir nämlich, wenn wir um PR Angebote und Entlohnungen feilschen) nicht, ihre Preise anzuziehen um euer Geschäftsmodell zu retten.

  19. Danke. Einfach nur danke. Ich stimme voll und ganz zu. Gerade vor ein paar Tagen habe ich eine Kooperation abgelehnt, habe mich dann ein klein wenig geärgert – aber nach diesem Text weiß ich ES WAR DIE RICHTIGE ENTSCHEIDUNG.
    Es ist wirklich eine Frechheit was sich manche Agenturen erlauben…

  20. Liebe Angela,

    mein Kommentar passt so gar nicht zu diesem Post – entschuldige dafür – aber ich wollte das unbedingt einmal los werden: Danke.
    Ich habe dir vor einigen Monaten (nun fast schon ein Jahr) unter sehr schlimmem Liebeskummer geschrieben, du kennst und kanntest mich nicht und hast dir trotzdem die Zeit genommen, eine ausführliche Antwort zu schreiben. Vielen, vielen Dank.

    Liebe Grüße,
    Tanja

  21. Sehr sehr seeeehr guter Post. Ich gebe dir zu 99% Recht. Da gibt es so viele Punkte, die mir auch stinken und der Grund dafür sind, wieso ich vieles einfach nicht mehr mache. Es fängt ja schon an mit Showroomeinladungen, für die man Fahrtkosten auf sich nimmt (ja, 20 bis 30 Euro sind für einen Studenten halt nunmal nicht wenig) und am Ende mit ‘ner ollen Goodiebag nach Hause fährt. Und dann soll man auch noch einen Post über die tollen neuen Kollektionen schreiben. Fragt man dann mal nach einem kleinen feinen Gegenwert für sich selbst, wird man ignoriert oder ausgelacht.
    (Ich selbst finde vor allem die Angebote von Shops im Sinne von “hey, du bekommst 20% Rabatt von uns, das ist ja wohl viel!” lachhaft – askjdfhskdjlfha….Mehr fällt mir dazu gar nicht ein.)

    Richtig bewusst wurde mir das ganze aber erst, als man auch mal “andere” Agenturen kennengelernt hat, die ohne mit der Wimper zu zucken eine komplette Anreise von München nach Berlin auf den Tisch legen und nichtmal nach einer Gegenleistung fragen. Da fängt man dann doch mal das Überlegen an: Wenn die das machen, wieso dann nicht andere auch? Daher habe ich beschlossen, Showrooms gar nicht mehr erst zu besuchen, wenn ich ohnehin schon weiß, dass nichts dabei herauskommt. Neue Kollektion angucken schön und gut, aber irgendwer wird schon drüber schreiben und dann guck’ ich mir halt deren Fotos an. Denn wenn ich doch hinfahre, weiß ich eigentlich schon, dass “man ja mal ein paar Fotos machen kann” und zu Hause denke ich mir dann “nun gut, jetzt kannste die Fotos auch verbloggen, wär’ ja schade drum”…

    Klar, es gibt immer irgendwelche Ausnahmen, aber grundsätzlich hast du vollkommen Recht!

    LG, Conny

  22. Hey Angela,
    ich bin absolut deiner Meinung. Ich selbst habe zwar zu wenig Leser um solche Anfragen zu bekommen, aber man bekommt auf so vielen Blogs mit wie naiv damit umgegangen wird. Bis 1000-2000 Leser würde ich mir das vielleicht gefallen lassen, aber wenn man dann irgendwann Fulltime-Blogger wird will man natürlich auch ein Entgeld.

    Ich selbst sitze 2-3x die Woche bis zu 3 Stunden am Schreibtisch, schreibe vor, fotografiere meine Reviews und sonstiges, versuche mir mehr SEO und HTML anzueignen und mache Brainstorming für Fotos und Posts.

    Wir werden viel zu wenig für die Qualität und Reichweite, die wir haben geschätzt. Und viele sind einfach zu naiv und das zu bemerken.

    xoxo Rabea von Rayowag

  23. Ich sehe das Ganze etwas anders. Entweder ist das Bloggen ein Hobby, welches man sich leisten können muss ( da viel Zeit und Ressourcen beansprucht werden). In diesem Fall sich beschweren, dass man für dieses Hobby nicht bezahlt wird, hat in meinen Augen keinen Sinn. Wenn das Bloggen als Job angesehen wird, dann sollte man bedenken, ob diese Geschäftsidee für den konkreten Blogger überhaupt tragfähig ist. Genau so, wie für viele Selbstständige – wenn die Geschäftsidee (warum auch immer) nichts taugt, muss man schauen, wo man bleibt. Wird das Bloggen von den Agenturen oder sonst wem nicht honoriert, sollte man eventuell über einen anderen Job nachdenken, von welchem man die Miete zahlen, einen Frisör leisten usw. kann.
    Ich persönlich meine, dass die Werbung auf den Blogs ziemlich überbewertet wird. Ich liebe z.B. LV – wenn ich mir eine schöne Tasche oder ein Kleidungsstück leisten kann – dann kaufe ich mir das. Die Blogger-Beiträge in diesem Fall sind für mich irrelevant. Wenn ich mir das nicht leisten kann, dann bringen die besten Beiträge nichts, weil es eben nicht geht. Ich habe mittlerweile mit meinen 42 Jahren meinen persönlichen Kleidugnsstil, mein Lieblingsparfüm, meine Pflege usw, usw gefunden. Das ewige Testen und nach Neuem suchen finde ich mittlerweile überflüssig und zeitaufraubend. Aber das ist natürlich meine persönliche Meinung. Mit 25 Jahren wäre es wahrscheinlich auch für mich interessant…
    Liebe Grüße
    Ira

    • Ich sehe es genauso wie Ira. Die meisten Fashionblogger sind auf den Zug aufgesprungen weil es gerade in ist einen Blog zu haben und auf möglichst viele Kooperationen zu hoffen und dass man davon irgendwann mal leben kann. Ist aber in den meisten Fällen nicht der Fall und ab einem gewissen Punkt versklavt ihr Blogger euch doch selber. Sicherlich möchte jeder für seine Arbeit, die so ein Blog kostet, auch entsprechend entlohnt werden, aber bei der Masse an Mode/Lifestyle/Kosmetikblogs mittlerweile würde ich als Agentur auch überlegen, wem ich da etwas Geld bezahle – vor allem, wenn es Blogs gibt, die mein Image als Designer oder Hersteller eben besser vertreten. Niemand zwingt euch dazu euer letztes Hemd für euren Blog zu geben und wer dieses Hobby nur mit Geldspenden von Unternehmen aufrecht erhalten kann, der sollte sich es vielleicht nochmal überlegen, ob dieses ganze Klinkenputzen die Sache wirklich wert ist. Cool sein um jeden Preis ist auch schon wieder uncool.

  24. Ich kann deine Einstellung vollkommen nachvollziehen.
    Ich persönlcih habe einen sehr kleinen Blog und mache das wirklich nur nebenbei. Aber wenn ich sehe, wie Masha oder auch Linda/Caro so viel Arbeit in den Blog stecken und damit auch ihr Leben finanzieren, dann finde ich es vollkommen in Ordnung, dass da ein wenig Kohle für rausspringt.
    Manchmal habe ich aber auch Angst, dass Blogger sich von dem Geld zu sehr beeinflussen lassen (muss bei euch nicht der Fall sein) und das Produkt/Label/ONlineshop viel positiver darstellen, als wenn sie ihn ganz objektiv betrachten würden.

  25. Angelaaaa! Mega guter Beitrag! Wir haben den Beitrag gestern auch gesehen und nach dieser Aussage haben wir auch auf Pause gedrückt und darüber diskutiert.

    Wir glauben hier wird sich aber noch einiges tun in der Zukunft, sobald auch die deutschen Agenturen erkennen, dass viele von euch ihren Blog sehr professionell betreiben. Wir sind auch schon dabei, dass wir hierfür Bewusstsein bei den Unternehmen und Agenturen schaffen, mit welchen wir arbeiten. =)

    Hoffentlich bis ganz bald!! <3

    xx dein Team BB

  26. Eigentlich bin ich eine stille Leserin deines Blogs, aber auch ich kann mir einen bestätigenden “so isses – Kommentar” nicht verkneifen.
    Meinen Blog betreibe ich als Hobby – da ist es ok wenn da finanziell nichts bei rumkommt – aber gerade als freiberufliche Texterin und gelegentliche Musikerin bin ich auch immer wieder erstaunt wie wenig Arbeit manchmal geschätzt werden kann. Liegt wohl viel daran, dass solche Dinge wie Bloggen, Musik machen, Fotografieren und Co oberflächlich betrachtet nicht nach Arbeit aussehen, weil man eben die Arbeit dahinter nicht sieht.
    Es könnte eben auch alles einfach sein. Einfach, indem man die geleistete Arbeit fair bezahlt. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.
    Ich bedanke mich für diesen (und die vielen tollen anderen) posts – dein Blog ist toll!
    Liebe Grüße

  27. Du sprichst mir aus der Seele! Gestern noch erlebt: ich schreibe einen Artikel über einen Verkauf. Die Agentur schreibt mir danach, ich soll doch vorbei kommen und mir als Dankeschön was aussuchen. Ich fahre hin, wird von der Dame begrüßt, mit wem ich Emails Kontakte hatte. Sie zeigt mir alles, ich mache Fotos, ganz nett eigentlich…ich schau mir eine Tasche an, überlege, ob ich sie kaufen soll, dann einen Mantel, dann ein paar Schuhe. Es war mir unangenehm, da die Dame nichts mehr wegen “mir was aussuchen” erwähnt hatte, und ich eigentlich nicht plante, was zu kaufen Ich, lief also nach einer Stunde Richtung Kasse mit Schuhe zu 100€, Die PR Dame stand an der Kasse… und ließ mich meine Schuhe bezahlen! Ich habe mich nicht getraut nachzufragen, so schockiert ich war. Sowas ist nicht selten. Agenturen, die Kooperationen anbieten. Man trifft sich, wird gefragt, was man aus dem Katalog gerne hättest, alles was man will, ist kein Problem. Man macht Fotos, schreibt einen Artikel. Dann hört man nichts mehr von der Agentur.
    Danke für deine Artikel!

    C.

  28. Ich habe das Video gestern auch gesehen, und genau an besagter Stelle dachte ich auch nur so WTF! Mich hat auch am meisten dieses Lachen von der Tante da aufgeregt.
    Da ich keinen Mode-Blog habe, bin ich davon wohl weniger betroffen, aber ich finde es einfach eine Frechheit! Deshalb finde ich sehr gut wenn du darauf aufmerksam machst, damit möglichst viele Blogs zu sowas nein sagen und sich bald hoffentlich was ändert.

    Liebe Grüße ♥

  29. Liebe Angela,

    da sprichst du mir wirklich aus der Seele. Ich bin selbst Bloggerin und bekomme ab und an die ein oder andere unverschämte Anfrage. Ob ich nicht irgendwelche Apps vorstellen will, dann erscheine ich auch sicher bei denen auf der Startseite oder eben das von dir erwähnte Klamotten ausleihen bei Showrooms.
    Dazu muss ich sagen, dass ich auch die andere Seite kenne. Ich arbeite in der Modeindustrie und bekomme da auch mit, dass es von uns Bloggern als unverschämt empfunden wird, mehr als ein Teil oder sogar Geld für eine Kooperation zu fordern. Denn “wir stellen uns ja nur hin und knipsen ein paar Fotos”. Sowas führt bei mir nur noch zu Kopfschütteln. Wer ordentlich bloggt und auch noch studiert oder gar einen Job hat, hat definitiv für sonst irgendwas keine Zeit mehr. Dazu muss ich aber trotzdem sagen, dass man denke ich Unterschiede bei Blogs machen muss. Nicht jeder ist beim Bloggen so erfolgreich wie Masha, Jana oder du und der “kleine” Blogger freut sich vielleicht tatsächlich wenn er sich Outfits für Fotos ausleihen kann und nicht alles selbst kaufen muss. Man will ja immer neue Sachen bieten und kann es sich nunmal nicht immer leisten, neue Outfits zu shoppen. Ich stelle mir ehrlich die Frage, ab wann man so wie du Forderungen stellen darf. In deinem Fall finde ich sie völlig gerechtfertigt, aber wenn das jeder kleine Blogger macht haben wir tatsächlich das Problem dass die Modeindustrie uns als “unverschämt” einstuft.

    Liebe Grüße
    A.

  30. Genialer Beitrag. Kann ich vollkommen nachvollziehen und ich finds super, dass du so offen bist. Das Ganze erinnert mich auch ein bisschen an das ewige (Hobby)fotografen-Drama. Viele sind der Ansicht, dass man sobald einem etwas Spaß macht, bloß kein Geld dafür nehmen darf. Vollkommener Schwachsinn.

  31. Als Leser ärgert mich das, denn ich will ja, dass die Blogger die ich mag auch etwas dafür bekommen, dass sie für mich Inhalte produzieren, an denen ich Spaß habe. Ich möchte ja auch, dass der Blogger eine durchdachte Auswahl zeigt und mir wertvolle Tipps gibt, denen ich vertrauen kann. Das könnten sich Unternehmen ruhig was kosten lassen!

  32. Du hast vollkommen recht. Aber mir war schon immer klar das wir billige Werbung sind. Das war schon “immer” so oder nicht? Ich bin nur Hobbyblogger und deshalb freue ich mich über Klamotten. Wenn ich davon leben müsste wäre es sicher anders. Das wir ausgenutzt werden ist hoffentlich jedem klar!

  33. Oh nein, ihr armen Blogger müsst jetsetten und immer in andere Städte fliegen? Klingt grausam :O Geht doch mal Putzen, im LIDL aushelfen oder sonstwas. Eben Jobs, die der normale Pöbel so macht. Dann wisst ihr, in welchem Luxus ihr lebt und wie überheblich ihr rüberkommt.

    Den Text kann man sich übrigens auch nicht durchlesen, lass das lieber mal vor Veröffentlichung Korrektur lesen!

  34. Übrigens halte ich euch deswegen für komplett überheblich, weil ihr jobtechnisch inkonsequent seid und trotzdem auf hohem Niveau meckert. Eure Blogs sind nicht eure Haupteinnahmequelle, ihr geht fast alle arbeiten. Würdet ihr all eure Zeit, wie jeder Arbeitnehmer 8 Stunden und mehr am Tag, in die Blogs investieren, könnte ich den Rant verstehen. Wer sowas nebenbei macht, sollte sich nicht aufregen, wenn er mit Cupcakes, Schuhen oder Klamotten vollgestopft wird. Jeder andere wäre froh, so Zucker in den Arsch geblasen zu bekommen.

    • Nette Ausdrucksweise.. ;)

      Aber um dich zu korrigieren: Mein Blog IST meine Haupteinnahmequelle, meinen Werkstudentenjob mache ich nurnoch einmal die Woche – und das gar nicht mehr des Geldes wegen, sondern weil ich dort gern bin und den Job mag.
      Ich investiere 4 Tage die Woche locker 8h in meinen Blog, soviel dazu.

      Und: du kennst mich natürlich nicht, aber ich hab jahrelang gekellnert, 11-Stunden-Schichten geschoben, wenn’s is auch mal Doppelschichten, ich habe Bier ausgeschenkt auf Basketballspielen, Kasse gemacht, war Fotoassi und habe trotzdem nebenher meinen Blog zu dem gemacht was er heute ist – und ich habe mich nie beschwert. Auch all die anderen Jobs haben mir Spaß gemacht. Schade, dass du mich überheblich findest, und mich gleich mal über einen Kamm scherst ohne mich zu kennen.

      Korrekturlesen, ja, da hast du recht, ich bin immernoch ein Rechtschreibvollidiot und sollte das gerade bei solchen Posts tun. Danke für den Hinweis – das nächste mal vielleicht mit einer anderen Ausdrucksweise. Schade übrigens, dass du anonym bleiben willst, da fällt das Ernstnehmen natürlich etwas schwerer.

    • da höre ich ganz klar neid heraus ;-) schade, wenn man das so zeigen muss …

      und wer hat denn gesagt, dass sich irgendein blogger darüber beschwert viel zu reisen? Und nur weil man neben seinem vollzeit job, noch an einem blog arbeitet, hat man dafür kein geld verdient? d. h. wenn ich neben meinen vollzeitjob noch als kellnerin arbeite, sollte ich dafür auch kein geld verlangen, sondern einfach nach ein bisschen essen fragen? ich finde es bescheuert, mit solchen dingen um sich zu werfen ohne es zu ende zu denken. nur weil die arbeit spaß bringt, heißt es noch lange nicht, dass man dafür kein geld verlangen sollte. mein vollzeitjob bei zara bringt mir auch unheimlich viel spaß, sollte ich jetzt auch fragen, ob ich vllt einfach monatlich zwei tops und nen rock bekomme? bescheuert sowas …

  35. Ich finde das Thema wurde mittlerweile totdiskutiert. Nicht, dass ich deinen Beitrag schlecht finde, aber wir gewinnen daraus keine neuen Erkenntnisse. Und dass Agenturen und teilweise Kunden absolut nicht das gleiche Bewusstsein für den Wert des Mediums ‘Blog’ wie die Blogger selbst haben, ist für mich ebenfalls keine neue Erkenntnis. Für mich ist nur interessant: Wer führt diesen Kreis an? Sind es die Kunden, die kein Geld ausgeben wollen? Sind es die Agenturen, die ein solch falsches Bewusstsein säen? Sind es Blogger, die sich schlichtweg falsch verkaufen und ihren Wert nicht kennen?

    Ich glaube, da muss man als Blogger standhaft sein und seinen Wert wieder und wieder vermitteln muss. Das ist anstrengend, aber man kann nicht erwarten, dass alle Agenturen und Kunden gleich denken – auch wenn das für die hauptberuflichen Blogger einfacher wäre. Es gab den Beruf Blogger vorher so nicht, daher seid “ihr” die Ersten, die diesen Weg gehen und ebnen bzw. dieses Bewusstsein verbreiten. Die nachkommenden Blogger werden es da wohl viel einfacher haben.
    Und eins sollte auch klar sein: Es wird immer die geben, die günstiger sind und die sich mit Klamotten, wie die Dame von Silk Relations das so schön formuliert hat, zufrieden geben. Dem Einen reicht das, weil er es nur als Hobby betreibt, der Andere wird die Anfrage ablehnen, weil er dafür Cash sehen will. Man kann dann behaupten, die machen einem das Geschäft kaputt. Nein, ist nicht so. Blogs gibt es halt wie Sand an Meer. Der Eine will nur das, der Andere mehr. Die Blogger, die eine gewisse Reichweite haben, werden ihren Wert auch durchsetzen können. Und das tun sie auch.
    Ich stelle mir das immer so vor, als würde sich die Vogue darüber aufregen, dass der Kunde XY die Anzeige nur für 5.000€ statt für 20.000€ in ein billiges Klatschblatt rein bekommt. Die verlieren dadurch nicht ihren Standpunkt und/oder Wert. Sie kosten so viel, wer rein will, muss das bezahlen. Punkt. Da wird auch nicht ewig lang diskutiert.
    Ich glaube, die einzige Methode ist dem Kunden und der Agentur den Wert (immer wieder) zu vermitteln. Das Bewusstsein dafür ist einfach noch nicht da und es wird dauern, bis sich das einigermaßen durchsetzt, weil nicht alle Blogger am gleichen Strang ziehen (wollen/müssen).

  36. Das Video ist ja nun auch schon ein paar Monate alt. Aber… once it is out there, it is out there. Bin gespannt, wie die Silk-Damen auf die späte Presse reagieren. Hoffentlich nicht mit Kleidung…

  37. Super Beitrag!
    “Milchmädchenblogger” wurde das mal genannt, ich erinnere mich aber gerade nicht mehr, wer den Begriff geprägt hat.

    Beste Grüße,
    Heike

  38. Guter Artikel, aber ich denke, in der letzten Zeit hat sich schon was geändert und das Social Media wird einen ganz anderen Stellenwert bekommen.
    Ich lese gerne BLogs und habe auch schon mal bei meinem Lieblingsblog etwas “Werbung” bekommen, die Bezahlung waren tatsächlich “Naturalien” ;)
    Blogs, bei denen am Rande nur noch die Werbeanzeigen laufen und ständig für irgendwelche Shops Rabatte angeboten werden, gefallen mir nicht mehr.
    Das ist mir zu kommerziell und bin mir nicht sicher, ob die Artikel die der Blogger dann verfasst, auch seine wirkliche Meinung ist…
    Gruß SAbine

  39. oah, wahnsinn. ich finde deinen beitrag echt toll. Gut geschrieben und die fotos dazu haben schon recht humor. Ich hatte dieses thema erst überhaupt nicht mitbekommen. eine ganze zeit lang hatte ich jetzt nicht mehr gebloggt, da ich bei zara vollzeit als visual merchandiser arbeite und es einfach zu viel arbeit ist zu bloggen, wie du schon sagst. ich kanns aber doch nicht ganz lassen und habe jetzt wieder gestartet. und wenn ich meine emails so durchsehe, sehen alle genauso aus. wir geben dir kleidung, wenn du hierüber kostenlos berichtest. und ich sehe es wie du, ein kleines label kann man sehr gerne so unterstützen, aber mir fällt die kinnlade runter, wenn mir eine stofftasche als ‘vergütung’ angeboten wird oder ein 20 € tshirt von einem relativ großen label. sowas lehne ich dann einfach dankend ab. marketing ist teuer und viele agenturen und shops wollen die chance nutzen und an bloggern ein bisschen geld sparen … finde ich echt erniedrigend!

  40. Super Beitrag! Ich habe meinen Blog erst selbst vor kurzem gestartet und habe es mir auch nicht sehr Zeitaufwendig vorgestellt. Aber ES IST ein Riesen grosser Zeitaufwand und jetzt ist mein Blog noch sehr einfach gehalten und ich war perplex, denn ich dachte mir: Wie viel Arbeit und Zeitaufwand z.b. dein Blog haben muss? Und die ganze Ausstattung die man braucht, um einen halbwegs vernünftigen Blog zu haben. Und ich finde es keine Schande sich mit Gegenständen bezahlen zu lassen. Und einen Blog mit einer Vogue zu vergleichen ist schlichtweg lächerlich. Ich denke das diese Magazine, Blogs als grosse Konkurrenz sehen und sich heimlich ein bisschen “in de botz” machen. Also macht weiter euer Ding und lasst euch bezahlen wie ihr wollt, solange ihr dazu steht und das als richtig empfindet!

  41. Sehr guter und sehr wichtiger Post! Den Link dazu kannst Du ja ab jetzt immer in Deine Antworten zu solchen Anfragen mit einbauen.

    Das erinnert mich an das Problem der un- oder unterbezahlten Praktika – irgendeiner macht’s immer und alle jammern dann, dass es kein Geld für Praktika gibt. Würde keiner so ein Praktikum annehmen, sähe das halt anders aus.

  42. es gibt in deutschland doch vielleicht ein dutzend fashionblogger, die wirklich davon leben. der großteil macht es als hobby und da ist eine “bezahlung” in kleidung jawohl auch völlig in ordnung. wieso nimmst du das also so persönlich?

    • …was ist dann mit Fotografen, die das nebenberuflich machen? Sollen die kein Geld kriegen? Gelernte Visagisten die für Bekannte ab und zu ein Make up machen? Haben die auch kein Geld verdient? Ein DJ der ab und zu auflegt? Warum sollte man immer nur Geld für Arbeit bekommen, wenn’s der Hauptjob ist? Deine Ansicht verstehe ich nicht – und persönlich nimmt Angela das auch nicht, sie regt einfach nur die Sicht der Agenturen auf – frei nach dem Motto “pf, wenn der Geld haben will such ich mir halt nen andern, der macht’s umsonst”.

      Das soll jetzt keinesfalls ein Angriff sein, aber ich glaube du unterschätzt die Arbeit hinter einem Blog wie diesem. Sieh es eher als Magazin – mit Redaktionsplan, Organisationsaufwand, Fotos , Texten, Collagen und mühselig zusammengesuchten Links. Das alles von einer Person. Das ist Fulltime, selbst wenn es nebenberuflich ist will ich mal meinen. Und nur weil es ein Hobby ist, kann es auch Job sein.

      Ich selbst habe mein Hobby zu meinem Hauptberuf gemacht…

      Liebe Grüße, Joana

  43. Ich bin durch Zufall auf deinen Beitrag gestoßen und möchte kurz etwas dazu loswerden: Grundsätzlich ja, in der “kreativen Jobwelt” wird viel zu viel nicht ernst genommen und nicht richtig bezahlt.
    Aber überträgt man Blogger Beiträge auf Magazine, könnte man es vielleicht eher so vergleichen: Für Anzeigen bezahlt man, für redaktionelle Inhalte (in der Regel) nicht, denn Sie sollen ja möglichst unabhängig sein. Dafür kann man bei redaktionellen Inhalten auch nicht entscheiden was drin steht.

    Mein Fazit wäre also: Erwartet eine Firma von euch einen Beitrag mit vorgegebenem Inhalt, lasst euch bezahlen! Am besten sehr sehr gut!
    Ist es wirklich und tatsächlich eure kritische (im Sinne von positiv und negativ) Meinung und ihr findet das Produkt interessant, sollte es keine Bezahlung geben. Denn eigentlich ist nur dann eine unabhängige Meinung möglich. Und ich denke mal die meisten Leser wollen ja diese, oder?

  44. gebe dir vollkommen recht! ich bin wie gesagt nur eine verhältnismäßig kleine bloggerin mit meinen 1500 lesern und freue mich daher über fast jede kooperation. diese woche musste ich aber an deinen post denken. diese chinashops werden immer dreißster. erst bekam man keidung for free für einen blogpost.
    und jetzt soll man collagen machen die mit 5$ vergütet werden.
    was soll das denn? also ich finde es absolut frech und habe auch geschrieben dass ich sowas für diesen preis vorallem nicht mache.
    ich glaube aber sie haben mich nicht so wirklich verstanden, bei dem schlechten englisch, das die an den tag legen…
    LG
    PS: hoffentlich gibt es bald malwieder ein bloggertreffen in münchen, haben uns ja mal auf dem ”fashion blogger cafe” in münchen getroffen, vielleicht kannst du dich noch erinnern;)

  45. Schon hammer, sein Internet mit Cupcakes zu bezahlen :D
    Wenn das jeder könnte!

    Nein, Scherz:
    Guter Post, auch wenn mir die Problematik etwas fremd ist. So als Mal-wieder-Blog-Anfänger. (Wünschte, ich lönnte das endlich mal durchziehen…)
    Ähm, ich wollte noch irgendwas schreiben, aber habe grade vergessen, was… sorry :D
    Schönes Bild, also das erste. Top Bearbeitung! Photoshop?
    Sollte hier öfters vorbeischauen. :)

    Liebe Grüße, Vanny ♥
    Gypset Warrior

  46. Zauberschön geschrieben! Ich bin gerade zufällig auf diesen Post gestoßen und bin begeistert. Kommenden Monat schreibe ich meine Bachelorarbeit über Fashionblogs und bin durch diesen Beitrag noch mehr motiviert die Welt der Blogger darzustellen. Dafür mal ein große Danke :)Jedenfalls hast du mich damit zum nachdenken gebracht. Mir fehlt leider immer noch eine konkrete These,aber genau dieses Problem könnte man genauer behandeln. Vielleicht melde ich mich sogar bei dir mit ein paar Fragen :)
    Schönen Sonntag und liebe Grüße

  47. Ich würde sagen, daran sind Beauty- und Modebloggerinnen selbst schuld. Auf 90 % der Blogs sind ausschließlich Lobhudeleien zu finden – es gibt keine kritische Berichterstattung. Dementsprechend haben es Mode- und Kosmetikindustrie auch nicht notwendig, Werbung auf den Blogs zu schalten, weil dort die Beiträge schon an sich Werbung sind.

  48. ich finde das hast du ganz toll geschrieben & auf den punkt gebracht.
    ich vertrete da vollkommen deine meinung, denn auch mein blog ist zur zeit mein job und ich verdiene geld damit. bekommt man nette anfragen von kleinen shops, verlange ich weder geld noch sonst was. aber irgendwie muss man die arbeit die teilweise stundenlang dahinter steckt, die sonntage die seit jahren für outfitbilder draufgehen usw auch angerechnet bekommen :)

  49. Vielleicht mal ein kleiner Einblick auf die Agenturseite. Der Kunde (das Fashion-Label) hat meist wenig digitale Kompetenz und sieht nur, wie oft die Konkurrenz auf verschiedenen Blogs erwähnt wird, aber natürlich nicht die Hintergründe. Bekannt ist nur: Bloggern reichen kleine Aufmerksamkeiten für tolle Berichterstattung, denn so hat es ja die letzten 5 Jahre auch funktioniert. Die Agentur wird also damit beauftragt, Blogger auszuwählen und nun möglichst tolle Beiträge zu erzielen – am besten nicht nur einmal, sondern gleich über einen längeren Zeitraum. Blogger bezahlen? Dann ist die Agentur wohl nicht kreativ genug, der persönliche Kontakt zu den Bloggern nicht gut genug oder die Agentur will das Geld am Ende noch selbst einstreichen . Der Druck kommt also meistens von Kundenseite. Hinzu kommt, dass “Blogger-PR” inzwischen oft als Bestandteil klassischer PR angeboten wird, von Agenturen, die ihre Leben lang nichts anderes gemacht haben, als Journalisten mit Events und kleinen Aufmerksamkeiten für redaktionelle Veröffentlichungen zu bestechen. Dass Blogger anders funktionieren (müssen), weil sie nicht von einer Redaktion ihr monatliches Gehalt beziehen, ist vielen schlichtweg nicht bewusst. Klar versucht jeder Kunde und jede Agentur erstmal, die Berichterstattung für ein Tauschgeschäft zu bekommen – alles andere wäre ja auch unwirtschaftlich. Hätte die Vogue keine Preisliste für ihre Anzeigen, würden das erste Gebot auch bei 1€ bieten. Deshalb freue ich mich über jeden Blogger, der professionelle Mediadaten mit einer detaillierten Preisliste vorlegen kann. Denn auf dieser Basis kann man dann auch mit dem Kunden diskutieren und berechnen, inwiefern sich die Zusammenarbeit mit einem Blogger gegenüber einem traditionellem Medium rechnet.

    Bitte habt Verständnis dafür, dass ich mit dieser Aussage anonym bleiben möchte ;)

  50. Als Leser moechte ich in Zukunft kritischer sein, was das Lesen von Blogs angeht. Ich kenne deinen Blog nicht (bin ueber Anna hier gelandet). Oft lese ich Blogs so zum Zeitvertreib und legte nicht so hohe Massstaebe an. Bei einer Zeitung schaue ich vor dem Kauf, ob sie mir gefaellt, ob sie meinen Massstaeben genuegt und dann erwerbe ich sie. In Zukunft werde ich im Netzt auch genauer pruefen, ob es ein Blog wert ist von mir gelesen zu werden.

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