KW 51: Veggie-Hypocrite

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Als ich achtzehn wurde und mein Leben aus A Day to Remember, meinem Musiker-Freund mit der coolen Band und Wasserstoffperoxid bestand lernte ich meine Freundin Chrissy kennen. Christina ist meine erste und einzige Freundin, die ich durch’s Internet kennen und lieben gelernt habe. Leider wohnte sie damals noch in Aschaffenburg und besuchte mich nur ein paar mal im Jahr, dafür aber immer eine ganze Woche am Stück. Sie lebte schon damals vegetarisch, zwischendurch sogar ein paar Jahre vegan. Im Gegensatz zu mir – ich aß jeden Mittag Leberkas in der Schule, Mama machte die beste Bolognese und Omi den leckersten Braten – gab’s mal kein Fleisch zu Mittag wurde ich richtig grumpy. Ein Gericht ohne Fleisch war kein Genuss. Mir war allerdings immer bewusst, dass ich ein totes Tier vor mir liegen habe. Ich liebte Schweine, Kühe und Hühner – auch abseits von meinem Teller – und trotzdem wäre ich nie auf die Idee gekommen auf Fleisch zu verzichten.

Mit einer Ausnahme: Wenn Christina mich besuchte. Meine Mutter lehrte mich eine gute Gastgeberin zu sein, also bereiteten wir uns jedes mal wieder auf ihren Besuch vor: Mama kaufte fleischlose Pasteten, wir suchten leckere Rezepte oder ließen uns auch mal von Chrissy bekochen. Und an einem Sonntagabend, als sie wieder abreiste fiel mir auf, dass ich eine Woche lang kein Fleisch gegessen hatte – ohne es gemerkt zu haben. Ohne es vermisst zu haben. Also beschloss ich, von nun an dabei zu bleiben. Den Tieren zuliebe, weil ich sie in Zukunft lieber nur noch streicheln anstatt essen wollte.

Die ersten Wochen schlich ich mich manchmal Nachts zum Kühlschrank und stibitzte ein Stück Schinken; warum ich schlich weiß ich auch nicht, der einzigen den ich betrog war ja ich selbst. Ich erzählte niemandem davon aus Angst es sowieso nicht durchziehen zu können (so bin ich leider, bleibe selten bei einer Sache die ich mir vornehme). Am Schlimmsten aber war es in der Schule: Mein Gott, ich liebe Leberkassemmeln – und kaufte mir doch das Käsebrot, kaute es missmutig und mied den Geruch von Fleisch aller Art um nicht in Versuchung zu geraten. Eigentlich ernährte ich mich zu dieser Zeit ausschließlich von Nudeln mit Tomatensoße, was besseres fiel mir nicht ein. Ich bin auch heute noch erstaunt darüber, dass ich das damals so durchgezogen habe. Ich dachte mir immer, ein paar Jahre, irgendwann ess’ ich auch wieder Fleisch. Nur ein paar Jahre. Die Tatsache, dass sich die fleischlose Ernährung nur auf eine bestimmte Zeit begrenzte machte es irgendwie leichter. Heute könnte ich mir nicht mehr vorstellen jemals wieder Fleisch zu essen – der Zug ist abgefahren. Aber damals war es leichter eine Leberkassemmel am Ende des Tunnels zu sehen.

Zwei Jahre später reichte mir das nicht mehr. Eier sind grausam. Milch ist grausam. Ich wollte vegan leben. Mein Umfeld verdrehte die Augen, versuchte es mir auszureden, es sei ja total bescheuert, was würde ich denn schon ändern. Ich zog in meine erste eigene Wohnung und wurde somit schlagartig mit einem Fass Ernst des Lebens übergossen: Miete, Strom, Gas, Internet, Bahnkosten, Studiengebühren – und nur einen 400€-Job. Trotzdem lief ich zum nächsten Alnatura, kaufte Reismilch, Sahne-Ersatz, machte mich im Netz schlau und quetschte Chrissy aus. Ich fuhr aufs Southside und packte vegetarische Ravioli ein – blöd nur, dass auch da spuren von Ei enthalten sind. Also hergeschenkt und nichts gegessen. Am zweiten Tag aber lief ich so lang über das Gelände bis ich einen Stand fand, der mir versichern konnte dass dieses und jenes Gericht absolut vegan sei – musste also nicht verhungern. Einen Monat lang lief das ganz gut, dann ging mir das Geld aus. Und der Ansporn. Letztendlich scheiterte ich aber auch – so blöd das klingt – an der Schokolade. Goddammit ich liebe Vollmilchschokolade. Vielleicht hätte ich es geschafft, wäre ich noch mehr in diesen Lebensstil eingetaucht. Hätte mich mehr damit beschäftigt, wie man auch billig vegan leben kann, am Besten ohne großen Zeitaufwand, immer etwas dabei für zwischendurch. Aber mir verging Zeit, Geld und Muße. Also lebte ich weiter vegetarisch – mein Umfeld dankte es mir.

Ich bin kein „böser Vegetarier“, war ich nie. Ich habe 19 Jahre meines Lebens Fleisch gegessen, wie kann ich dann jemanden verurteilen, der es tut? Essen ist eine wunderbare Sache, ich selbst weiß das nur all zu gut. Ich möchte die zweitschönste Nebensache der Welt niemandem vermiesen. Wenn man mich abseits der Mahlzeiten danach fragt und diskutieren will bin ich gern dazu bereit auch mal meine Beweggründe zu erklären – aber nicht während dem Essen selbst. Ich eröffne kein Gespräch mit „HEY, LOOK AT ME, I’M A VEGGIE!“, meckere nicht wenn ich „vergessen“ werde sondern gebe mich mit dem zufrieden was ich bekomme. Und wenn’s mal wieder nur Beilagen sind.
ABER – und nun Obacht, es wird ein bisschen gemeckert:
Ich verurteile niemanden aber werde am laufenden Band verurteilt. Ich stehe im McDonalds, bestelle den Veggie-Burger und krieg ein „Oh Gott bist du Vegetarier?“ von schräg hinten zu hören. Wenn ich sage „Ja.“ geht’s los: „Waaas? Warum? Fleisch ist SO lecker! Das schmeckt doch nicht dieses Gemüse-Dings! Warum bist du Vegetarier? Isst du dann auch keinen Fisch? Aber Milch schon oder was, is ja voll inkonsequent!“ Danke, denke ich mir und beiße rein. Am liebsten möchte derjenige dann auch noch diskutieren – ich aber nicht. Ich will meinen Burger genießen.
Diese Szene umgedreht: Jemand bestellt sich einen Whopper. Niemals würde ich hingehen, mein Gesicht verzerren und „EEWWW, bist du ‚n Fleischfresser? Is ja voll widerlich ey, totes Tier!“ rufen. Wer bin ich denn? Ich finde es schlichtweg unhöflich. Jeder soll das machen, was er für Richtig hält. Ich halte es für richtig kein Fleisch zu essen – muss aber nicht ständig den Moralapostel spielen.

Verurteilt zu werden ist ein ekelhaftes Gefühl. Noch ekelhafter wird es, wenn man selbst der Meinung ist der Gegenüber hätte dazu absolut kein Recht – weil er selbst auf nichts verzichtet. Ich habe mich schon öfter mit Veganern unterhalten, die mir sagten ich sei inkonsequent. Was ich drauf antworte? „Stimmt, das bin ich. Ich habe es versucht und nicht geschafft.“ Von jemandem, der weiß, wie es ist auf Fleisch oder sogar mehr an Genussmitteln im Leben zu verzichten, lass ich mir so etwas gern sagen. Es ist okay.
Von jemandem allerdings, der gerade neben mir einen Doppelwhopper isst möchte ich so etwas ganz einfach nicht hören – weil derjenige keine Ahnung hat.

Meine Eltern habe mir mal gesagt, dass es eigentlich nicht schlecht war, dass ich Vegetarier geworden bin. Dadurch aßen auch sie weniger Fleisch – nicht mehr täglich, sondern nur ein paar mal die Woche. Sogar mein Bruder und mein Mitbewohner verbrachten ein ganzes Jahr als Vegetarier – ohne dass ich irgendjemanden jemals darum gebeten habe. Einfach so, als Selbstversuch.

Warum ich euch all das erzähle?

Obwohl ich „nur“ auf Fleisch verzichte, obwohl ich Lederschuhe trage und obwohl ich Käse esse halte ich mich für einen guten Menschen. Ich bin der Ansicht, dass jeder Mensch auf dieser Welt etwas Gutes zur Gesellschaft beitragen sollte – und das tue ich. Nicht voll und ganz, ich bin nicht perfekt, aber wer ist das schon. Ich kaufe bei H&M, trage wieder Leder, trinke mal ein Bier und rauche ab und zu eine Zigarette. Ich tue das, was ich tun kann: Ich gehe regelmäßig Blutspenden (und habe schon viele dazu gebracht mit mir zu gehen), bin Organ- und Knochenmarkspender, spende an einen Tierschutzverein, habe eine Zeit lang regelmäßig Plasma gespendet (bis ich aufgrund meines Eisenwertes nicht mehr durfte) und esse eben kein Fleisch.

Ich wünschte mir manchmal ich könnte das alles. Vegan essen, vegan leben, keine Kinderarbeit unterstützen, den Regenwald beschützen… aber dafür bin ich viel zu sehr Konsumopfer, und das gebe ich auch offen und ehrlich zu. Dafür liebe ich Ziegenkäse und schöne Kleidung viel zu sehr. Aber macht mich das zu einem schlechten Menschen? Es ist nicht so als ob ich es nicht wollen würde – und versuche stets mich zu bessern. Meinen Klamotten-Konsum habe ich bewusst zurückgeschraubt: Lieber mal ein hochwertigeres Teil als zu viel schlecht verarbeiteter China-Kram. Und hier sind wir wieder beim Thema Leder: Meine Vagabonds trage ich seit Monaten fast täglich, ohne Abnutzungsspuren. Vor ein paar Wochen habe ich insgesamt drei Paar nicht-Leder Stiefeletten in die Tonne geschmissen, weil sie nicht mehr tragbar waren. Gefallen hätten sie mir allerdings schon noch. Noch schlimmer ist es bei Taschen: Abgekratztes, fledderndes PU… und stinken tun die Dinger teilweise, örgh.

Ich bewundere jeden, der all das schafft, wie zum Beispiel Leni. Ich habe großen Respekt vor jedem meiner Leser, der auf all das verzichten kann. Und hoffe, dass ihr mich auch weiterhin lieb habt – mit Vegetarier-Fauxpas und der H&M-Jeggins.

meinfleischEin Foto, dass im ersten Semester entstand. “Gemüse ist mein Fleisch”

65 comments

  1. Angela, sehr gut. einfach sehr. Ich bin selbst Vegetarier, versuche, soweit es eben geht vegan zu leben. Auch ich bin inkonsequent und trage Lederschuhe und kaufe bei H&M ein, aber es ist kein Grund mit dem Finger auf andere zu zeigen. Ich laufe genau so wenig wie du mit erhobenen Zeigefinger durch die Welt und versuche andere Menschen zu missionieren.. Jeder sollte, so gut er eben kann, seinen Anteil zu einer besseren Welt beitragen. Niemand ist perfekt, und das ständige rechtfertigen, nur weil man zu der Minderheit gehörst, nervt mich im wahrsten sinne des Wortes, tierisch. Lass dich nicht unterkriegen, Ich bin voll und ganz deiner Meinung, sehr schöner und wahrer Text.

    Liebst, ella

  2. Liebe Angela,
    ich bin eigentlich eher eine stille (aber begeisterte!) Leserin, heute aber will ich dir einfach mal schreiben, wie toll ich diesen Post finde! Es entspricht genau meiner Meinung, dass jeder einfach das tun sollte, was er kann und wenn man das tut, dann darf man sich auch mehr als gerne einen guten Menschen finden. Mehr, als das was man kann geht eben nicht, auch wenn es einem anderen gelingt. Jeder Lebensstil ist anders und vorallem auch die Lebensumstände unterscheiden sich massiv.
    Vielen Dank, für diesen tollen Post und all die anderen, die ich immer wieder gerne lese.
    Ich wünsche dir ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr!

  3. Ich finde es super, dass du vegetarisch lebst! :) auf komplett ALLES zu verzichten, ist auch unheimlich schwer und alle, die das schaffen, bewundere ich total! :) Ich selbst lebe ja auch schon viele Jahre vegetarisch und lege zwischendurch immer mal einen “veganen Monat” ein. Wenn man sich wirklich mit dem Thema Fleisch usw beschäftigt, und realisiert, was man damit eigentlich alles anrichtet (Umwelt, Tiere, Welthungerprobleme), kann man eigentlich gar nicht mehr anders, als auf Fleisch zu verzichten. Oder es zumindest stark zu reduzieren. Trotzdem muss diese Entscheidung natürlich jeder für sich treffen – aber informieren sollte man sich eben schon. Finde ich. Neulich habe ich mit einem Freund eine Doku zu dem thema gesehen, nach kurzer Zeit wollte er nicht mehr. “Mir tun die Tiere so leid. Wenn ich das weitersehe, kann ich ja nie wieder Fleisch essen!” Ach?!…. Augen verschließen und reinbeißen ist besser..?! ^^
    Ich merke allerdings auch immer, wieviel Intoleranz und Vorurteile mir entgegenschlagen von der “Fleischfrakion” ( ;D ) … Man wird für seine eigene Ernährung als Gutmensch verspottet, man wird dafür angemacht, das Gegenüber als schlechten Menschen zu sehen (obwohl man noch gar nix gesagt hat), einem wird vorgeworfen totaaaal ungesund zu leben wenn man vegetarisch lebt (was, nach ein bisschen Info echt total das Gegenteil von dem ist, was man da tut)… Und einem werden grinsend Fleischburger unter die Nase gehalten “na, iss doch mal! Fleisch ist lecker!” OH GAWD; GEH WEG DAMIT ODER ICH STOPF DIR NE GURKE IN DEN *******…… Nunja…. Mich nervt es, dass immer so viel auf den Vegetariern und Veganern rumgetrampelt wird, ohne das man sich selber mal wirklich darüber informiert hat.
    Also, lange Rede kurzer Sinn: Ich finde es toll von dir, dass du diesen Post geschrieben hast! Und ich bewundere dich sehr! :)

  4. Danke Angela für diesen Post,
    du sprichst mir aus der Seele. ich halte es da sehr ähnlich wie du, ich bin seit 14 Jahren Vegi, seit ich mit 7 begriffen habe, dass das schnitzel das ich damals noch gerne aß, ja mal ein niedliches kleines schweinchen war… damals gab es lange nicht so viel leckeren fleischersatz in form von tofu (-mischprodukten), seitan etc. aber überlebt hab ich trotzdem..und es kotzt mich unglaublich an mir immer wieder diese kritik anhören zu müssen egal ob von veganern oder in dem fall auch oft ahnungslosen omnivoren die entweder witzige sprüche reißen oder mit dem vorwurf der inkonsequenz daherkommen. ich gehe auf sowas auch schon lange nicht mehr ein, da ich mir erstens im klaren darüber bin, das ich inkonsequent bin was meine Ernährung betrifft und zweitens der meinung bin, dass ein kleiner schritt besser ist als gar nichts. ich gehöre nicht zu den militanten weltverbesserern die einen beim essen belehren wollen, das ist unerträglich. ebenso bestelle ich manchmal bei vollem bewusstsein damit kinderarbeit zu unterstützen bei romwe/H&m etc. das witzige ist ja das nicht mal der Großteil an Luxusmarken/Mittelklassemarken für gute Arbeits/Produktionsbedingungen sorgt. Aber ich werde so lange ich käse und fuchshandschuhe von h&m toll finde diese auch kaufen. trotz teils schlechten gewissens. Meine kleine schwester ist jetzt seit einem Jahr auch veganerin und ich bewundere sie dafür wie sie es durchzieht, aber für mich ist es im mom. nichts. das wird auch während meinem studium wahrsch. so bleiben aber vielleicht später mal.

    jetzt hab ich schon wieder so nen endlos kommentar geschrieben wie beim harry potter-post :D , aber ich finde deine einstellung zu dem thema sehr gesund und das findet man heutzutage leider sehr selten.

    Liebst

    Helen (Instagram: loup__garou)

  5. Danke! Deine mcdoof Situation kenn icH nur zu gut! Ich kann es nicht leiden mich dafür rechtfertigen zu müssen warum ich kein Fleisch esse. Auch im Sommer beim grillen, schiebt meine Freundin sich immer ihr Stück Fleisch in den Mund und guckt mich demonstrativ grinsend an und sagt “na willst nicht auch, schmeckt Sooooo gut”

    Wieso nicht leben und leben lassen. Jeder kann doch frei wählen was er wie isst.

    Deinen Post finde ich richtig klasse und ich glaube es gibt viele Vegetarier die deine beschriebene Situation kennen!

    Ganz liebe grüße und dir einen schönen Sonntag!

  6. Was für ein toller Post, vielen Dank hierfür. Ich selbst habe auch schon versucht vegan, bzw. vegetarisch zu leben aber bin gescheitert. Ich würde aber behaupten, nicht auf voller Linie, da seitdem mein Freund und ich weniger Fleisch essen und vorallem achten wir viel mehr darauf, was für Fleisch wir essen. Das ist doch immerhin ein kleiner Erfolg. Ich bewundere auch jeden der es schafft diese Linie durchzuziehen und habe großen Respekt davor. Leicht ist es wahrlich nicht, gerade am Anfang.

    alles liebe, likeasissy

  7. ach herrje, ich gaube du willst mich veräppeln, dass du mich da als beispiel nimmst :D ich habe es doch auch nicht länger als ein dreivierteljahr geschafft, vegan zu sein.. und trage auch leder, aber nunja, immerhin secondhand.
    aber ich kenne die anfeindungen natürlich, und ich frage mich dann immer, warum ich mich eigentlich rechtfertigen sollte – ICH bin schließlich diejenige, die was gutes tut und die gerad NICHT dabei ist, die umwelt zu belasten / für tierleid zu sorgen / kinderarbeit zu unterstützen / etc.
    es ist aber auch irgendwie schwierig.. ich versuche auch immer, jeden kleinen schritt von anderen anzuerkennen, auch wenn es so ist, dass jemand “nur” pelz und kosmetik mit tierversuchen ablehnt.. aber ich erwische mich trotzdem oft dabei wie ich selbst denke, dass etwas am anderen inkonsequent ist. das problem bei mir persönlich ist glaube ich, dass ich ziemlich streng mit mir selbst bin und dadurch irgendwie auch mit anderen. ich verstehe dann oft nicht, dass jemand etwas bestimmtes nicht schafft, weil ich es doch schließlich auch schaffe – während sich der veganer das gleiche dann wahrscheinlich bei mir denkt.
    hach ja, diese ganze weltverbesserungssache ist schon anstrengend!

  8. ich selbst könnte nie auf fleisch verzichten und will auch auf gar nichts leckeres verzichten. wegen einer allergie, bei der ich nicht weiß, wogegen ich allergisch bin, die mir aber starke gesundheitliche probleme bereitet, habe ich aus “verzweifelung” einen monat auf fast alles verzichtet, was laktose, gluten oder sonstige allergische stoffe beinhalten könnte. ich habe mich so stark eingeschränkt gefühlt und jeden tag nur reis, kartoffeln, hähnchen und ein wenig gemüse gegessen, trocken nur mit salz. leider hat es gesundheitlich gar nichts gebracht, weswegen ich wieder normal esse und meine probleme einfach hinnehmen muss.
    im vergleich dagegen fände ich es zwar leicht auf nur fleisch zu verzichten, aber ich liebe einfach salami und denke mir, dass früher in der steinzeit auch fleisch gegessen wurde. auch veganes essen fände ich vermutlich leichter als den kurzen verzicht, den ich hatte. aber das möchte ich einfach nicht dauerhaft. natürlich habe ich nichts gegen vegetarier. jeder soll so essen wie er will.
    ich denke, wir sollten einfach verstärkt darauf achten, was wir essen und uns bewusst machen, dass es nicht selbstverständlich ist. wir sollten weniger fleisch essen und auch bei obst und gemüse die arbeit und die anbaubedingungen hinterfragen bzw. uns bewusst machen, wie gut wir es eigentlich haben. in autarkie und ohne den weltweiten handel müssten wir alles selbst machen. so können wir von allem, was es auf der welt ist, kosten. klar wären regionale produkte besser und umweltfreundlicher. aber wenn wir kein obst aus fernen ländern kaufen würden, hätten die leute dort vielleicht gar keine arbeit und es ginge ihnen noch schlechter.
    ein schwieriges thema. ich möchte später, wie meine oma früher, einen eigenen gemüsegarten haben. das fänd ich klasse. um sich zumindest immer bewusst zu sein, wie viel arbeit hinter unserem essen steckt.

  9. Hallo, ich finde dieses ganze Genörgel zwischen Fleischfressern und Veggis total doof. Ich selbst esse auch Fleisch, nicht nur weil ich die totalen Probleme habe auf irgendetwas zu verzichten (und wenn es nur Schockolade ist), sondern weil meine Familie und Freunde das nicht verstehen würden. Auf dieses “Gejammere” und “Gefrotzel” habe ich einfach keine Lust. Bin es mir dann irgendwann leid und esse doch wieder Fleisch und dann dürfte ich mir noch das heimliche Ausgelache antun, dass mir entgegen gebracht würde. Ich kaufe dann lieber so gut wie gar kein Leder und schon gar kein echtes Fell. So setzten viele, denke ich, eigene Grenzen und solange nur ein Teil eingehalten wird, wird den Tieren etwas geholfen. Aber das die Menschen es irgendwann alle richtig begreifen und den Tieren keinen Schaden mehr antun, wird niemals passieren. Dafür sind leider alle zu egoistisch und selbstverliebt, was wirklich SEHR schade ist.

    Deinen Post finde ich aber sehr schön und habe großen Respekt vor dir, dass du es geschafft hast bzw. durchziehst. :)

    P.S.: Ich hoffe es zählt, dass ich gerne Tiere zu mir aufnehme, die es wirklich richtig schlecht hatten. Gequält wurden und dank mir kurz vor dem Tod entkommen sind. :3

  10. Ein toller Post !

    Ich selbst lebe seit 3 Jahren vegetarisch (mittlerweile schon fast vegan).
    Ich bin z.B jemand der auch auf Leder usw verzichtet..O-saft gibt es nur veganen..mal esse ich käse, aber auch nur ohne Tierisches Lab..usw.

    Und ich finde es gut was du machst !
    Auch wenn du Leder Schuhe trägst..auch wenn du weiterhin “nur” vegetarisch lebst..
    Du tust aber etwas !
    Andere fangen ja nichtmals an sich gedanken darüber zu machen, wo das Essen überhaupt herkommt..bzw wie es gehalten wird.

    Ich hatte glücklicherweise noch nie Probleme damit, das sich jemand über mein Essverhalten beschwert hat.
    Wäre ja noch schöner :D..

    Mach dein Ding, solange du Glücklich damit bist, ist alles ok :-)

    lg

  11. Richtig gut geschrieben. Mir geht es, was die Ernährung angeht absolut genauso wie dir. Ich lebe auch fleischlos, könnte aber nicht den Elan aufbringen vegan zu leben. Der Verzicht auf Fleich fiel mir allerdings nie schwer, weil ich es schon immer eklig fand. Demnach bringe ich nicht mal bewusst ein großes Opfer.
    Was hälst du eigentlich von dieser Facebook Aktion “So trage ich meinen Pelz” die momentan im Umlauf ist? Ist ja an sich ein super Aktion, nur shitstormen viele wieder rum, wie heuchlerisch es sei, wenn man Fleisch ist, aber ein tierliebes Bild mit Haustier darein postet.
    Irgendwie immer schwierig dieses Thema.

  12. du hast ja so recht und allein dafür hast du den größten respekt verdient. vor ein paar wochen hatte bei mir jemand kommentiert, wie es denn sein kann, dass ich ungern echtfell trage aber bei primark einkaufe. hallo? ich wusste gar nicht, wie manche personen meinen, urteilen zu können, obwohl sie selber zu 99% nicht besser sind. ich meine wer kann sich diesem konsum schon komlett entziehen? wer baut seine eigene bio-baumwolle im garten an und näht sich seine jeans selber (und kauft nicht bei primark, h&m und co ein)? so gut wie niemand. und erst recht niemand, der fashion-blogs liest. aber davon abgesehen, was ich eigentlich sagen möchte ist, dass es keinen menschen gibt der dieser tatsächliche gutmensch sein kann. wie soll das auch gehen? man versucht sein bestes und scheitert dann, natürlich. und wer es kann, applaus. aber man soll andere doch sein lassen, oder nicht? wie auch immer, ich finde auf jeden fall, dass du das klasse machst. alles liebe, lena.

    http://gregoryxgregory.blogspot.de

  13. ich finde es schade, dass leute die versuchen die welt ein bisschen zu verbessern, gleich die gesamte welt retten sollen, indem sie dann total öko und vegan leben sollen. warum verzichtet nicht einfach jeder ein bisschen. der eine auf fisch, der andere auf fleich, der eine auf leder usw. jeder ein bisschen und schon wäre die welt ein bisschen besser.

  14. daumen hoch für das letzte bild und allgemein für den text :D
    sehe das als omni ähnlich wie du. Soll jeder essen was er will. wobei ich der fleischgesellschaft trotzdem kritisch gegenüber steh. morgens ein wurstsemmel, um 11 ein bifi., mittags in der mensa dann den zwiebelrostbraten und abends den fleischsalat :D so muss das echt nicht laufen.
    Ich denke auch jeder gibt irgendwo seinen teil dazu, es ist “fast” unmöglich alles korrekt zu machen.

  15. Liebe Angela, das hast du so schön in Worte gefasst! Ich stehe voll und ganz hinter dir.
    Ich bin der festen Überzeugung, dass man Fleisch nicht braucht und seit ich „Tiere essen“ gelesen habe, bekomme ich manches auch gar nicht mehr runter. Ich esse sehr wenig Fleisch, ich bin keine Vegetarierin, aber ich achte sehr darauf, woher das Fleisch kommt. Und im kommenden Jahr werde ich, wie 2013 auch, auch wieder fasten und auf Fleisch verzichten.
    Und zu den Schuhen: Geht mir auch so!!! Ich habe zwei Paar Schuhe letztens weg geworfen, die einfach nur noch furchtbar waren, aber die ich eigentlich kaum anhatte.

    LG
    straehnchenliesel

  16. mein erste kommentar nach jahrelangem stillen mitlesen und ich möchte nur eins sagen:
    du sprichst mir aus der seele. mir geht es genauso wie dir, wobei ich das veganer sein immerhin 3 monate durchgehalten hab. danke für diesen wunderbar ehrlichen artikel!

  17. Schöner Text. Ich kenne diese “Mc Donalds Situation”. Wobei es als Vegetarierin wenig Sprüche einstecken muss. Um einiges schlimmer war’s als Veganerin. Ständig wollte jeder mit mir diskutieren. Die Omnivoren darüber wie scheiße Tofu schmeckt und wie bescheuert es sei, dass Ersatzprodukte “Vleisch” genannt werden etc. Die langjährigen Veganer machten mir – unbewusst – Druck dass ich nicht perfekt sei. Schließlich trug ich immernoch H&M Kleidung, benutzte meine alte Kosmetik von Firmen wie L’oreal etc. oder hatte einen Wein gekauft, welcher nicht vegan war und somit war ich sowieso schon ein schlechter Mensch. Dem Druck hielt ich einfach nicht stand. Inzwischen ernähre ich mich zu 95% rein pflanzlich. In den restlichen 5 % ist mal ein Frischkäse oder Plätzchen, welche aus Milch und Butter hergestellt wurden, inbegriffen. Ich habe immer wieder meine veganen Phasen, aber als Veganerin würde ich mich nie wieder bezeichnen – zu groß ist der Druck.

  18. “Kann spuren von ei” enthalten heisst nur so viel wie, dass die ravioli in der selben fabrik hergestellt wurden wie andere sachen mit ei. Da sieht man ja mal das man sich vielleicht einfach infomieren sollte.

  19. Danke! DANKE für diesen Betrag. Er spricht mir so aus der Seele. Ich hasse es wie mir manche Leute vorwerfen, ich sei inkonsequent, weil ich nur Vegetarier bin. und viele lachen mich aus, weil ich rauche und Veggie bin… Schön zu wissen dass es anderen auch so geht :)

  20. Toll geschrieben, danke dafür!

    Die Welt verändert sich nicht auf einen Schlag und 100 %ig moralisch korrekt zu leben ist utopisch. Dazu müsste man sich ins gesellschaftliche Off schießen und als Selbstversorger in eine einsame Hütte ziehn.

    Und manchmal da bin ich auf Grund dieser Tatsache ein bisschen deprimiert, aber hey… lieber viele kleine Dinge tun, als gar nix!

  21. Toller Post! Ich versuche auch immer mehr auf Fleisch zu verzichten und mich ab und an auch vegan zu ernähren. Zu Feiertagen oder besonderen Anlässen gibt es aber schon nochmal Fleisch. Ich kaufe auch bei vielen Marken, die Kinderarbeit unterstützen. Ehrlich gesagt, fällt mir aber auch keine Marke ein, die dies nicht in einem gewissen Maß tut, was sehr schade ist. Ich habe selbst nicht viele Lederstück und brauche diese auch nicht zwingend, aber wenn es sich um ein besonderes Teil handelt, würde ich dieses schon kaufen.
    Ich finde es gut, dass du so ehrlich bist und niemanden verurteilst, das kann man von nicht vielen Leuten behaupten!
    Liebe Grüße, tollen 4. Advent, schöne Weihnachten und nicht zu vergessen: Weiter so! :)

  22. Liebe Angela, ich finde den Artikel toll ,denn du drückst genau aus, was ich oft denke.
    Ich bin seit zwei Jahren Vegetarier. Habe immer Fleisch gegessen und dann viel gelesen. Mir geht es nicht darum, dass die Menschen Fleisch essen, sondern dass sie es übertreiben. Sie essen, essen, essen. Und mir stellte sich auch die Frage: Warum ist eine Katze süß und niemand will sie essen, aber Hühner und Schweine sind ok? Soviel dazu.
    Ich bin auch der Typ, wie du dich beschreibst: Ich stelle meinen Vegetarismus nicht in den Vordergrund, ich bin froh wenn jemand beim Kochen an mich denkt, aber nicht böse, wenn ich nur Beilagen kriege. Und genauso stören mich die Reaktionen. “Warum tust du das? Wieso lebst du nicht ganz vegan, ist das nicht halbherzig? Schadet das nicht deiner Gesundheit?” Ich verurteile auch niemanden dafür, dass er gerne Fleisch ist, denn ich habe es auch getan, aber ich möchte doch bitte genauso selbst entscheiden, was ich esse oder nicht.
    Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, wieder Fleisch zu essen. Aber spätestens wenn mir mein Neffe das erste Mal sein Wiener Würstchen zum Probieren hinhält, werde ich ihm das nicht einfach abschlagen können. Und für mich ist das ok.
    Niemand ist der perfekte Mensch (Konsument) – weder Fleischesser noch Vegetarier. Jeder sollte das tun, was in seiner Macht steht und er für richtig und wichtig hält.

  23. Ich finde deinen Text wirklich gut, liebe Angela. Ich kann dir eigentlich nur in allen Punkten zustimmen. Am schlimmsten ist dieses “mit dem Finger auf andere Zeigen”, was mir hier aber wahrscheinlich auch passieren würde, wenn ich jetzt zugebe, dass ich gerne mal Fleisch esse.
    Schade, dass alle immer behaupten, dass wir in so einer toleranten Gesellschaft leben und dann Menschen sogar dafür verurteilt werden, was sie essen.
    Ich versuche auch weniger Fleisch zu essen, aber hin und wieder will ich nicht auf meine Leberkassemmel verzichten, weil es mir ganz einfach schmeckt. Wenn ich dann ein schlechter Mensch bin, kann ich eherlich gesagt auch nichts tun. Ich weiß nicht, ob ein Veganer, der andere niedermacht und verurteilt (und davon kenne ich ein paar) dann ein besserer Mensch ist als ich.

  24. wow, so ein toller Beitrag <3
    Finde es sehr mutig von dir darüber zu schreiben, auch ich habe schon oft mit dem Gedanken gespielt mal einen Post über das Thema zu verfassen, allerdings bekomme ich fast täglich auf Ask einfach nur geistigen Müll zu dem Thema zu hören, dass ich mich schlichtweg nicht traue darüber zu schreiben.
    Ich bin jetzt selbst fast 3 Jahre konsequent Vegetarier und spiele immer wieder mit dem Gedanken auch vegan zu leben, bisher hat das aber durch meine Liebe zu Schafskäse und Rühreiern nicht geklappt. Aber ich versuche es so gut wie es mir eben möglich ist, auch wenn ich mittlerweile sehr genau darauf achte woher die Eier kommen und da ich auf dem Dorf wohne kann ich auch jederzeit zum Bauernhof gehen und sie mir guten Gewissens dort holen, verstehe natürlich auch dass Leute in der Stadt nicht unbedingt über die Möglichkeiten verfügen :/
    Ich finde mich in einigen Punkten von dir tatsächlich wieder, obwohl ich nie nachts zum Kühlschrank geschlichen bin und auch noch nicht einmal rückfällig geworden bin, das alles nur durch den Film Earthlings (für mich immer noch der schlimmste Horrorfilm, der aber mein Leben verändert hat)
    Wie auch immer toll dass du darüber geschrieben hast <3 Ach bevor ich es vergesse, das Bild finde ich immer noch großartig :-)

  25. Liebe Angela,

    hey, der Weg zählt, in den du gehst. Und ja Finanzen machen einen enormen Unterschied. Ich selbst bin erst ein jahr aus dem, Studium raus und jetzt erst im Berufsleben mit Gehalt kann ich so konsumieren, wie ich das gern möchte: viel mehr Bio, viel mehr vom Markt, fairtrade, haltbarere Qualitätsprodukte. Ich bin mit dem Essen sehr pingelig auf Grund von vielen Unverträglichkeiten. Im Moment bin ich auch so ein Hypocrite: ich konsumiere fast vegan – bis auf das Fleisch. Ich esse keine Eier, keine Milchprodukte und kaufe keine neuen Lederwaren mehr, nur noch Second Hand. Ich meide Kunststoff und verwende keine konventionelle Kosmetik, habe ebenfalls Haushaltschemikalien umgestellt. Aber das Fleisch… Ich kann bisher nicht ohne. Trotzdem habe ich im letzten Jahr sehr viel für mich erreicht. Und ich bin sicher, dass da noch mehr geht.
    Ich werde oft gefragt, ob ich Veganerin sein. Und ich muss imemr antworten: “Leider nein, aber ich wäre es gern.” Gesundheitlich ist das bei mir schwerer als bei anderen, aber an sich ist es vor allem natürlich eine Kopfsache. Alles vom Biometzger zu kaufen ist ein Ablassbrief. Aber wie gesagt, ich denke, da geht noch was. Wenn ich mir anschaue, was ich an der Weltverbesserungsfront letztes Jahr erreichen konnte, dann bin ich jetzt schon auf 2014 gespannt, was da noch so geht.
    Da es grad zum Thema passt: kennst du diese Facebookaktion gegen Pelz?
    So trage ich pekz!

    Liebe Grüße,
    Heike von
    haselnussblond.de

  26. Ich war 2 Jahre Vegetarier, leider habe ich es länger nicht ausgehalten. Da ich Eisenmangel hatte, somit habe ich freiwillig aufgegeben.
    Leider bitten die Supermärkte, wenig vegetarisch/vegan an, wenn dann ziemlich teuer. Bio Supermärkte sind dann noch teurer. Das sollte man eigentlich ändern, dann würden es viel weniger “Fleischfresser” geben.
    Aber Respekt an alle die es wirklich durchziehen.

  27. Ein wirklich sehr guter Beitrag. Schmunzeln müsste ich am Anfang, da ich Seit einem knappen Jahr in Aschaffenburg lebe. Eine sehr schöne Stadt. Nun ja ich bin selber Vegetarier und habe genau wie du eine Zeitlang versucht Vegan zu Leben. Leider habe auch ich darin versagt. Ich kenne jedoch einige Veganerin und bewundere immer wieder ihre Lebensweise. Koche und Backe sehr gerne mit Ihnen und lerne auch immer wieder neues dazu.
    Ich finde es toll, dass du darüber berichtest. Auch ich habe mir vorgenommen bald über das Thema Vegetarier sein zu berichten. Mein Freund ist ein Fleisch Liebhaber und ich akzeptiere das vollkommen, es ist seine Lebensweise und er akzeptiert mich auch vollkommen meiner Lebensweise. Doch bekomme ich auch immer oft zu hören, warum isst du kein Fleisch, oder neulich beim Raclette essen, warum esst ihr Vegetarier denn Sachen die aussehen wie Fleisch. Immer wieder diese Erklärungen abzugeben und mich quasi zu rechtfertigen geht mir manchmal den Senkel, denn ich frage sie doch auch nicht, warum esst ihr Fleisch und Halte ihnen einen Vortag. Na ja ich finde es toll das du darüber so offen und ehrlich geschrieben hast und Wünsche dir ein tolles Weihnachtsfest, kommt gut ins neue Jahr!

    Liebe Grüße Vanessa :)

  28. Was für ein toller Post! Aber verrückt: ich kenne das gar nicht, dass Vegetarier schief angeschaut werden. Ist doch mittlerweile ganz normal. Kenne das aber andersrum leider wirklich. Also dass einige Veganer diejenigen verurteilen, die Fleisch essen und Milch trinken – dann aber selbst Billigklamotten aus China tragen….ich glaube, dass es tatsächlich leider wirklich nahezu unmöglich ist komplett fair und nachhaltig zu leben. Sowohl was Essen als auch Kleidung betrifft.
    Und ich finde auch, dass jeder so leben dürfen sollte wie er das für sich selbst vor sich selbst verantworten kann. Man sollte sich eben nur Gedanken darüber machen und sich eben bewusst sein, dass für das Fleisch ein Tier gestorben ist. Genau so wie für die Lederschuhe.
    Ich finde deinen Umgang mit der Thematik wirklich richtig toll und finde es sehr schön, dass du sehr ehrlich bist und damit meiner Meinung nach besser handelst als diejenigen, die sich als 100%igen Gutmenschen darstellen.

  29. Das war wirklich ein verdammt guter Post. Ehrlich, sympathisch, selbstkritisch und gut geschrieben.
    Ich bin selbst Veganerin und ich weiß durchaus nur allzu gut, wie es ist, in schwachen Momenten mit sich selbst zu kämpfen…
    “Boah, jetzt ein Stück Schokolade…”
    “NEIN! Da ist Milch drin. Dafür sind Kälbchen gestorben. Süße kleine Kälbchen…”
    “Aber für dieses eine winzige Stück Schokolade doch nicht! Ich machs auch nie wieder, nur jetzt, ein einziges Mal…”
    “Nein. Wenn du jetzt inkonsequent bist, wirst du’s wieder tun, glaub mir. Lass es einfach. Iss nen Apfel. Ist eh gesünder.”
    “Aber ich hab soooooooo Lust drauf! Ich brauche jetzt Schokolade!”
    “Dein Gewissen.”

    So in Etwa laufen die Gespräche in meinem Kopf ab. Wer gewinnt hängt meistens von meinem nervlichen Zustand und meiner Laune ab.

    Ich weiß auch wie es ist, sich ständig dafür rechtfertigen zu müssen, etwas NICHT zu tun – Leben zu beschützen, keine tierischen Produkte zu konsumieren. Und das, obwohl ich keinen angreife. Wenn ich gefragt werde antworte ich. Ehrlich. Ich sage, was ich davon halte. Aber ich hab doch nicht das Recht jemandem vorzuschreiben, was derjenige zu tun und zu essen hat! Und genauso erwarte ich Toleranz von allen Omnivoren. Die Toleranz, die sie mir selbst nicht entgegenbringen… Aus unerfindlichen Gründen. Vielleicht das schlechte Gewissen, vielleicht die Beschränktheit und dieses Beharren auf der alten Tradition des Fleischessens.
    Allerdings, zuletzt: Man sollte sich kleine Fehler verzeihen. Das musste ich auch lernen. Sonst macht man sich kaputt. Immer daran denken: Du tust schon mehr für die Tiere als ein riesger Teil der Menschen, die auf dieser Erde leben. Und das tust du immernoch, wenn du mal inkonsequent bist. Also – drüber hinwegsehen und versuchen, es nicht zur Gewohnheit werden zu lassen. Das ist meiner Meinung nach das beste was man überhaupt machen kann :)

    Und nochmal: toller Post! Und tolles Foto! :) ♥

  30. Ich liebe dieses Foto ja so sehr! Und hasse es andererseits echt total, wie Menschen auf die Idee kommen Vegetarier blöd von der Seite anzulabern, ich misch mich da ja immer ein, obwohl ich selbst Fleisch esse und es auch nicht lassen könnte, weil ich einfach weder Obst noch Gemüse esse. Aber wenn ich dann mitkriege, wie zum Beispiel bei unserer Abiballlocationwahl (:D) wenn jemand fragt, ob das Essen dort auch vegetarisch ist und die bekommen die Antwort “Ja kannst ja das Brot essen” tick ich im Dreieck :D

    ich find das was du geschafft hast bewundernswert und ich stimme dir total darin zu, wenn du sagst, dass jeder einen kleinen teil tun soll und nicht eine person alles meistern kann. sehr schöner text! (<:

  31. Hey :)
    Ich werde demnächst zu meiner Ärztin gehen, um mir Hilfe beim Vegetarier/Veganer werden zuholen. Ich bin fructoseintolerant und habe Allergien gegen rohes Obst und Gemüse (+Nüsse). Habe schon mal versucht vegan bzw vegetarisch zu leben, doch nach 1 Monat ging es mir so schlecht, dass ich wieder Fleisch aß, was mir sehr schwer fiel. Dann habe ich das mit der Intoleranz erfahren. Es schien so, als gäbe es keine Chance mehr für mich meinen Wunsch zu erfüllen, doch irgendwie muss es gehen. (vermute übrigens auch noch eine Glutenunverträglichkeit)
    ich wünschte nur, dass es so einfach wäre vegan zu leben oder wenigstens vegetarisch…. Beneide dich

  32. schön zu lesen, dass es nicht nur mir so geht mit dieser neuen, seltsamen schlechtes-gewissen-mentalität. selbst wenn man versucht, seinen kleinen beitrag für eine bessere welt zu leisten, ist man immer noch der böse, weil man nicht NOCH mehr beiträgt und/oder nicht bereit is, das kleine bisschen “luxus(denken)” aufzugeben.

    ich bin schneiderin und somit glücklicherweise unabhängig von hasi&mausi und co.
    jedoch, wenn man es streng nimmt/nehmen würde, dürfte auch ich nur fair gehandelte stoffe verwenden – das jedoch geht über meinen horizont. die meisten stoffe, die ich in meinem stoffladen des vertrauens erwerbe, werden zwar fast ausnahmslos in der eu produziert, wo die jedoch wiederum die baumwolle erwerben, ist für mich kaum eruierbar. abgesehen davon, dass mir die zeit, die ich für die recherche brauchen würde, zu schade is, ist es auch nicht im sinne meiner kundinnen. (klar, leder und felle sind bei mir tabu.) ich weiss zwar durchaus ein oder zwei bezugsquellen für “faire” stoffe, leider sehen die halt oftmals auch so aus, wie man sich das klischee einer ökotante immer noch ein bisschen vorstellt. ;) wenn sich aber eben eine kundin zB eine bestimmte farbe vorstellt, habe ich nun mal leider nicht viele alternativen.
    und elektrisch knisterndes polyesterzeugs ist auch nicht für jeden eine alternative.
    es muss (vorerst) reichen, dass bei meinen kleidungsstücken garantiert keine kinderarbeit inklusive ist (ausser meinem eigenen inneren kind :P ) und der lohn geht auch direkt in die richtigen hände – nämlich meine :D

  33. Heyhey,
    ich mag den Post sehr. Allerdings kann ich nicht verstehen, wie du es nicht schlimm finden kannst wenn Leute, die “immerhin” vegan leben dich als inkonsequent abstempeln :D
    Ich lebe jetzt auch schon eine Weile vegan und habe (für mich) festgestellt, dass es in unserer Gesellschaft UNMÖGLICH ist nicht an irgendeinem Punkt auf Kosten Anderer zu leben.
    Vielleicht allein. Autark. Im Wald. :D
    Also ist erstens niemand “konsequent” WeltverbesserIn und zweitens hat niemals niemand das Recht über andere zu urteilen, man steckt einfach nicht drin. Fertig.
    Also, lass dir von keinem Veganer der Welt einreden, dass du nicht genug tust. Klar wäre es schön, aber DU und jeder für sich selbst entscheidet was für sich selbst eben geht und was nicht. Gut so!

    So, genug geschwafelt. Fühl dich mal supportet ;)
    Liebste Grüße
    Aylin

  34. Hallo Angela

    seit eniger Zeit lese ich deinen Blog schon regelmäßig, jetzt muss ich auch mal was schreiben: ein wirklich toller Post!
    Eigentlich kann ich dir in allem nur zustimmen und zugeben: ja, mir geht es genauso. Ich entschied mich erst vor ca. 2 Jahren dazu, vegetarisch zu leben, beschäftigt hat mich das Thema schon lange. Irgendwas wollte ich tun, nicht mehr Teil dieser Fleischindustrie sein, den letzten Anstoß gab mir Jonathan Safran Foer und bumms- seitdem kein Fleisch mehr gegessen. Glücklicherweise habe ich nie wirklich gerne Fleisch gegessen , deswegen fiel es mir einfacher als dir. Von Würsten habe ich nie träumen müssen :D

    Dafürliiiieeebe ich Käse und Schoki und gute Lederschuhe und darauf kann ich will ich (noch?) nicht verzichten. Vielleicht wird dieser Tag kommen, vielleicht werde ich aber doch irgendwann Bock auf eine Wurst bekommen, wer weiß das schon. Verantworten muss ich das im Grunde nur vor mir selbst und nicht vor den Fleischessern in der Kantine. Die sind wirklich komischerweise immer die, die die Diskussion anstoßen :D

    Also danke noch mal für diesen Post und ein schönes Restjahr :)

  35. Das ist wirklich ein großartiger Text, der mir aus der Seele spricht- ich bin selbst 5 Jahre lang Vegetarierin gewesen, bin es aber nicht mehr. Was ich beispielsweise bevorzuge ist tierversuchsfreie Kosmetik – Leder trage ich allerdings auch. Ich bin froh, dass ich nicht die Einzige bin, die gern allumfassend ethisch und politisch korrekt handeln würde, auf der anderen Seite aber auch Konsum und gesellschaftlichen Gepflogenheiten unterworfen ist.

    Ich folge dir bei bloglovin, würde mich freuen, wenn du meinen Blog mal besuchst und mir vielleicht auch folgst, wenn er dir gefällt ;)

    Liebste Grüße

    Deine Sabine vom Zuckermischwerk

    P.S.: Zu Weihnachten gibt es bei mir ein Statementarmband zu gewinnen –> klicke hier um teilzunehmen!

  36. oh Angela der Post ist wirklich gut! Ich finde dieses ewige Rechtfertigen auch immer total ätzend. “Ach du machst das erst so kurz!” hört man dann am Anfang & im Nachsatz kommt ein “”Ich würde es niemals eine Woche aushalten” nachgerückt… es wird immer mit zweierlei Maß gemessen. Die ganzen “Jäger und Sammler”-Kommentare mal außen vor. Ich finds gut, dass du hiermit Leute ansprichst und vielleicht auch ein wenig Vorbild bist. Auch wenn meine Freunde teils meinen, dass es ja jetzt nur so ein Trend sei – umso mehr Menschen das wenigstens mal ausprobieren, desto mehr bleiben vielleicht auch dabei. Ich glaube der Post wird vielleicht einige noch mal motivieren! :)

  37. Ich finde, du verdienst Respekt für deine Einstellung und wie du mit dem Thema umgehst. Und dafür, dass du niemanden verurteilst.

    Ich für meinen Teil esse gerne Fleisch – es schmeckt mir. Und ich weiß wo es herkommt (nämlich nicht aus dem Supermarktregal).
    Ich würde nie Kaninchen essen, weil ich immer welche als Haustier hatte, aber eine Kuh/Schwein ist für mich eben ein Nutztier – nicht weniger wert, aber anders wert.
    Genauso habe ich kein Problem mit Milch, Ei und co. Und wenn ich dann höre, dass jemand gute Eier einfach wegwirft, obwohl die von den hauseigenen Hühnern sind, denen es gut geht, kann ich nur den Kopf schütteln – da insbesondere die vegane Ernährung ja mit dem Tierleid bei der Massentierhaltung begründet wird.

    Im Endeffekt sollte jeder jeden leben lassen wie er es möchte. Die einen kaufen nur noch Fair Trade, die anderen leben vegetarisch, wieder andere spenden und manche versuchen einfach ihren Konsum zurückzuschrauben (und manche machen gar nichts, aber auch die sollte man lassen). Nichts davon ist schlecht, sicherlich nicht immer optimal, aber niemand hat das Recht einen anderen doof anzumachen “weil er anders ist/andere Prioritäten hat”. Und schon gar nicht, damit man sich selbst für besser halten kann, nur weil ein anderer den eigenen Wertvorstellungen nicht entspricht.

  38. hallo Angela :) ein toller, offener und ehrlicher Post.
    Ich bin selbst kein Vegetarier, da ich zwar auf Fleisch verzichten KÖNNTE (ich find diesen Satz:ich kann einfach nicht auf das und das verzichten immer total doof) sondern weil ich einfach nicht auf Fleisch verzichten möchte. Es stimmt, das sich viele Vegetarier immer dumme Sprüche anhören müssen, ich selbst hatte neulich eine Situation wo ich richtig erschrocken über die Sprüche von meiner Familie war, die über einen Veganer “hergezogen haben”. Jedoch muss ich sagen, und das soll jetzt kein Angriff auf irgendjemanden werden, dass auch oftmals viele Vegetarier/Veganer dumme Sprüche gegenüber Fleischessern abgeben. Mir ist schon bewusst, dass das ein Tier ist und das es umweltschädlich ist, aber ich finde, leben und leben lassen. Ich unterhalte mich super gerne mit Veggies, ich finde es einfach interessant und manchmal echt bewundernswert, aber ich möchte dann doch lieber Fleisch essen. Obwohl ich es sehr wichtig finde, dass man darüber aufgeklärt ist, woher, wie und womit das Tier/Fleisch behandelt wurde. Viele wissen dann doch nicht bescheid und ändern dann vielleicht doch noch ihre Meinung ? Wer weiß.
    Wenn sich also beide Seiten blöde Sticheleien und Kommentare und Angriffe sparen und friedlich miteinander leben, ist doch alles gut.
    Also bitte diesen Kommentar nicht als Angriff oder Diskussionsmaterial sehen, da hab ich jetzt vor Weihnachten keine Lust drauf :)
    Ich wünsche dir schöne und erholsame Feiertage :)
    Liebe Grüße :)

  39. Als irgendwann in den 90ern diese BSE-Sache aufkam, versuchten mein Bruder und ich, uns vegetarisch zu ernähren. Wirklich geklappt hat das bei uns beiden nicht.
    Ich kann wochenlang ohne Fleisch auskommen. Ab und an gönne ich mir dann etwas Aufschnitt oder ein Würstchen zum Gemüse. Aber ich esse keinen Fisch, was allerdings nichts mit den Fischen als Lebewesen zu tun hat, sondern damit, dass ich Fisch einfach nicht mag.
    Mittlerweile kenne ich drei Vegetarier. Der eine ist sein ganzes Leben lang schon einer (er ist 32). Die beiden anderen (Anfang und Ende 20) Essen nach eigenen Aussagen vielleicht einmal im Jahr Fleisch, obwohl sie sagen, sie leben aus Überzeugung vegetarisch. Hä?! Das versteh ich nicht. Wenn man schon aus Überzeugung auf Fleisch verzichtet, dann doch bitte komplett.

  40. Ein toller Artikel!

    Ich selber ERNÄHRE mich seit einem halben Jahr vegan und werde deshalb immer wieder für Ledersachen angegriffen. Dabei habe ich nie behauptet ein vorbildlicher Mensch zu sein oder vegan zu LEBEN..
    In diesem Punkt muss ich dir einfach voll und ganz zustimmen: Plastikschuhe und Taschen
    sind eben auch nicht optimal besonders aufgrund der Haltbarkeit!
    Ich kaufe Taschen und Schuhe nur, wenn ich sie wirklich benötige und min. 80 % second-hand! Das ist mein Weg und ich habe keine Lust mir von Fleischessern, Jede-Woche-neuen-Kram-Shoppern oder auch allen anderen Menschen erzählen zu lassen, dass ich deshalb schlecht oder inkonsequent sei!

    In dem Sinne: Jeder sollte seinen eigenen Weg finden und sich nur vor sich selbst rechtfertigen müssen!

    PS: Das mit dem Kostenfaktor bei der veganen Ernährung sehe ich auch ein!
    Wenn man es mit Supermarktpreisen vergleicht ist es teuer – im Gegensatz zu einer frischen,
    vielseitigen Ernährung, die auch Fleisch miteinschließt, ist es nicht zwingend teurer…
    Nur günstige Produkte sind halt meist die wenig verarbeiteten. Also die Fleisch/ Käse/ Milch-Ersatzprodukte sind meist übertrieben teuer. Wenn man jedoch auf diese auch noch gänzlich verzichten möchte, kostet es viel Zeit selber in der Küche vegane Leckereien aus Obst,Gemüse und Vollkornprodukten zu zaubern…
    Zeit eben, die nicht jeder hat (oder haben möchte).

    Frohe Festtage wünsche ich dir!
    Sina

  41. Liebe Angela,

    ein wunderbarer Artikel! Vielen Dank dafür! Ich lebe seit 1,5 Jahren bei mir Zuhause vegan (unterwegs schaffe ich es noch nicht immer) und versuche seit einem halben Jahr nur noch faire Klamotten zu kaufen. Aber ich finde, dass jeder kleine Beitrag etwas nützt. Wir sollten alle unser Konsumverhalten ab und zu hinterfragen. Wenn wir das tun und uns deshalb ab und zu einschränken, dann ist schon viel gewonnen. Es ist toll, dass es immer mehr Menschen wie dich gibt, Angela, die sich wirklich Gedanken über solche Dinge machen!

    Vielen Dank!

  42. Ein super Post !

    Du hast dieses gesellschaftliche Thema wirklich toll zum Ausdruck gebracht. Ich lebe selbst vegetarisch und kenne diese Vorurteile. Es geht einfach nicht darum auf alles zu verzichten, vielmehr geht es um das bewusste Leben. Jeder sollte was zur Nachhaltigkeit beitragen und jeder kann das auch. Man sollte sich dabei auf sich selbst konzentrieren und nicht andere dafür verurteilen für das, was sie tun. Jeder ist von den Naturkatastrophen schockiert aber wer ist denn dafür verantwortlich. – Der Mensch! Deshalb finde ich es toll wie du dieses Gesellschaftsproblem ansprichtst :) Weiter so ! Gruß Pia

  43. DANKE!
    Genau das ist es, es wird Toleranz erwartet aber nicht gegeben.
    Ich bin seit 18 Jahren (Schreck, ist das lang) Vegetarier, scheitere genau wie du am Vegan,
    habe aber Milch- und Eiprodukte reduziert.
    Trotz der langen Zeit, bekomme ich bei wirklich fast jedem Essen im größeren Familienkreis ein “Stefanie, is nicht wieder das ganze Fleisch weg!”
    Waaaaaaahnsinnig originell nach 18 Jahren ;)

    LG Steffi

  44. Oh DANKE für diesen Post! Du sprichst mir so sehr aus der Seele, ich kann es dir gar nicht sagen. Ich verstehe einfach nicht, wieso nicht jeder sein Ding machen kann – genau wie du bemühe ich mich auch, kein “böser” Moralapostel-Vegetarier zu sein, aber wenn dann jemand neben mir sein gefühltes 3 Quadratmeter großes Steak verspeist und mir zwischen zwei Bissen vorhält, Vegetarier zu sein sei unnatürlich – dann möchte ich manchmal schon ganz gerne die ein oder andere Wiesenhof-Doku auspacken. Es muss ja niemand mit uns Vegetariern mitessen – uns unser Essen versauen ist aber auch nicht okay!
    Fuchsliebe fürs Verstanden-Gefühl an dich!

  45. Ich finde es toll, dass du kein Fleisch isst, und noch mehr, dass du es zumindest versucht hast, vegan zu leben. Ich bin seit Anfang Oktober Veganerin, seit 3,5 Jahren Vegetarierin und bis jetzt war es die beste Entscheidung meines Lebens. Klar, das mit der Schokolade ist wirklich sehr böse, ich liebe Schokolade eigentlich auch viel zu sehr, aber es gibt tolle Schokoriegel bei Tegut die Vegan sind und das sind so Mars, Snickers, Reeses und Bounty Nachmachen, das ist so meine Ersatzbefriedigung :D
    Was mir aber auch extrem aufgefallen ist, wie du auch gesagt hast: Ich habe nie jemanden verurteilt, wenn er Fleisch isst, oder irgendwie rumgemotzt aber ich werde das regelmäßig. “Was, bist du verrückt? Da kannst du ja gar nichts essen, das ist doch voll übertrieben, die Tiere sind doch dafür da dass sie uns Milch und Eier geben und man sie essen kann”. Ich bin es leid, mich rechtzufertigen, aber bleibe definitiv bei meiner Einstellung.

  46. AMEN. ich esse jetzt auch seit fast 3 jahren kein fleisch mehr und muss mir immer noch STÄNDIG sachen anhören wie “üüüh, wo ist denn da das fleisch auf deinem teller?” – “am tier”. wenn das nächste mal irgendwer sagt “wie kann es denn sein, dass dir was ohne fleisch schmeckt?”, entgegne einfach “ach, isst du deinen milchreis immer mit schinken?” das hat schon ne menge offene münder bei so manchem schlagfertigen fleischverfechter verursacht :D und diese ‘kampfvegetarier’ finde ich aber genauso schlimm, also die, die anderen ihren lebensstil (wenn man es so nennen kann) aufzwingen wollen. pfui. also danke für diesen perfekten text und das bild am ende ist eeecht richtig gut! adieu :)

  47. Hey :)

    ich war selbst knapp 2 Jahre Vegetarier, konnte der Versuchung letztendlich aber doch nicht standhalten. Du hast meinen Respekt dafür das du das alles so konsequent durchziehst. Und wenn ich dir einen kleinen Tipp geben darf ist der Veggie Burger vom Burger King sehr zu emfehlen.

    Liebe Grüße, Käthe

  48. Wow, richtig, richtig guter Text.
    Am aller meisten spricht mich das mit dem Verurteilt werden an.
    Ich esse erst seit einem Jahr kein Fleisch mehr und so viele können es sich nicht vorstellen, ebenfalls darauf verzichten.
    Ich will ja niemanden zum Vegetarier oder Veganer umerziehen, aber wenn Leute nicht einmal einen Tag ohne Fleisch/Wurst auskommen, finde ich das schon traurig.
    Das Bild unten ist übrigens richtig klasse!

  49. Hi Angela,

    ich kann das so gut nachvollziehen. Habe selbst immer wieder mit Inkonsequenz zu kämpfen. Ich versuche nur mehr vegane Schuhe & Taschen zu kaufen und finde es gar nicht so einfach das mit meinem modischen Geschmack/Anspruch in Einklang zu bringen (leider sind die Sachen von der lieben Stella M. so teuer…) . Vielleicht interessieren Dich folgende Firmen. Ich bin großer Fan, auch von der Qualität (so fern Du sie noch nicht kennst. Vorsicht: keine Belehrung/Anklage ;)): http://goodguys.fr/ , http://cri-de-coeur.com/, http://www.yoox.com/de/damen/shoponline/master&muse%20x%20sydney%20brown_d

    Liebe Grüße,

    Nina

  50. Toller Artikel! Spricht mir ein bisschen aus der Seele ;)
    ich bin selbst auch Vegaterier und könnte einfach nicht ohne Milchprodukte… Dafür esse ich zu gerne Käse, Joghurt und vor allem Schokolade =)
    Auch versuche ich auf fair gehandelte Produkte zu achten, bei Kleidung und Essen und sonstigem… aber das klappt beim Studentenbudget nicht immer… Aber manchmal muss man auch nicht alles richtig machen, sondern einfach das richtig machen, was man richtig machen kann ;)

    Viele Grüße
    Fiona

  51. liebe Angela, ich habe mich sehr mit deinem ehrlichen Text identifizieren. Ich bin mittlerweile ziemlich gereizt wenn ich mich immer erklaeren soll, warum ich auf Fleidch verzichte und warum ich Leder kaufe und wie inkonsequent ich bin und das vor Leuten die selbst auf nichts verzichten, taeglich Fleisch essen, Auto fahren, rauchen etc. Ich fuehle mich kein Stueck inkonsequent, jeder sollte seinen Teil beitragen und bemueht sein. sich in verzicht zu ueben in dieser Uebermaßgesellschaft ist schwer und selbst wenn ich irgendwann mal wieder das Verlangen haben sollte ein Stueck Fleisch zu essen, dann tue ich das, weil ich dann immernoch viel weniger gegessen habe in Summe als viele viele anderen. Jeder der versucht am Ball zu bleiben, kann stolz auf sich sein.

  52. Hey!
    Leider ist es heutzutage so schwierig, wirklich etwas zu bekommen für das nichts oder niemand gelitten hat… Die Sache ist leider die, wenn man beispielsweise auf Leder verzichtet und statt dessen Kunstleder kauft, schafft man nicht nur eine ganze Menge mehr Müll sondern es wird auch noch die Umwelt verschmutzt. Denn es ist kein Geheimnis das in Asien die toxischen Abwässer gerne mal in den nächsten Fluss leiten und somit alle Lebewesen in deinem Fluss gelebt haben ausrotten. Auch wenn man schlechte Arbeitsbedingungen nicht unterstützen will, hat man nicht die Garantie, das wenn man etwas teureres kauft dort die Bedingungen besser sind. Das Problem liegt dennoch nicht nur bei den Konzernen. Denn wenn die Verbraucher mehr wert darauf legen würden und mehr Geld dafür bezahlen würde, würde die Konzerne sicher auch eher daran arbeiten. Aber wenn sie das einfach so machen würden, würden sie sich damit ihr eigenes Grab schaufeln. Wer will nicht die besten Sachen möglichst günstig haben… Alles im Leben hat nun mal einen Preis und wenn du nicht bereit bist diesen Preis zu zahlen, irgendwer oder irgendetwas wird dafür zahlen müssen.
    Ich finde es sehr schwer da zu differenzieren was da nun weniger schädlich ist…

  53. Boah geil !!!! Ich hätte nie gedacht, dass es mal jemanden gibt, der meine Meinung über dieses Thema genau so auf den Punkt bringt. Klasse. Bin echt sprachlos. Danke für den geilen Beitrag. Weiter so, liebe Angela.

  54. HI Angela, ein sehr guter Artikel, der vieles von dem widerspiegelt, was bei mir auch so ist. Ich, als Green Hedonista, KANN nicht alles richtig machen, aber VIELES richtig machen ist doch auch schon was :-) Als vegetarisch oder gar vegan lebender Mensch wird man häufig diskriminiert, das fängt im Restaurant an und geht gar so weit, dass man sich in einer Gruppe von Alles-Essern dann blöde Veggie Witze und dergleichen anhören muss….
    Sich Gedanken machen, Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen und dazu stehen- denke wenn man sich das zu eigen macht ist alles gut :-)

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